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Kritische Informationen der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland
zum Thema Organspende / Lebendspende / Transplantation / Hirntod

Neues zum Thema Organspende / Transplantationsmedizin / Hirntod

28.09.11: Bundesgesundheitsminister Bahr legt eigenen Gesetzesvorschlag zur Organspende vor - DAK-Umfrage zur Entscheidungslösung

Bild Bundesgesundheitsminister BahrDrei Tage nach dem Beschluss des Bundesrates für eine Entscheidungslösung in der Frage einer Organspende sorgte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) zum Wochenanfang am 26.09.11 mit einem eigenen Vorschlag zur Organspende für Wirbel in den Medien und bei Parlamentskollegen. Konkret forderte Bahr, die gesetzlichen Krankenkassen dazu zu verpflichten, alle Versicherten über 16 Jahren über das Thema Organspende zu informieren und zu ihrer Organspendebereitschaft zu befragen. Das Ergebnis könne dann auf der neuen elektronischen Gesundheitskarte, die demnächst ausgegeben wird, gespeichert werden, bzw. auf einem eigenen Organspendeausweis. Die Entscheidung solle aber frei bleiben und nicht sanktioniert werden, wenn jemand nicht auf die Anfrage reagiert. Es dürfe bei dem Thema zu keinem Zwang kommen, betonte Bahr den Berichten zufolge.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery begrüßte in einem Statement vom selben Tag den Vorschlag des Bundesgesundheitsministers. Die Kammer unterstütze seine Idee. Der Vorstoß der Regierung decke sich in weiten Teilen mit aktuellen Vorschlägen der Bundesärztekammer zur Erhöhung der Organspendebereitschaft in der Bevölkerung. "Aus unserer Sicht ist es unerlässlich, dass eine Erklärung zur Organspende regelmäßig nachgefragt wird, zum Beispiel bei der Ausgabe des Personalausweises durch staatliche Stellen oder durch die Krankenkassen. Eine Entscheidung soll dann wie bisher auf Organspendeausweisen sowie zusätzlich auf der elektronischen Gesundheitskarte vermerkt werden", erklärte Montgomery.

Union und SPD planen eigenen Gruppenantrag zur Organspende

Bei Union und SPD sorgte der Vorschlag des FDP-Ministers dagegen für Irritationen und Unverständnis. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, warf Bahr "taktische Motive" für die Präsentation eines eigenen Reformentwurfs vor. "Herr Bahr rennt einem fahrenden Zug in der Hoffnung hinterher, noch aufspringen zu können", erklärte Lauterbach gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger" am 27.09.11. Denn wie das Blatt berichtete, wollen Fachpolitiker von Union und SPD ungeachtet der vom Bundesgesundheitsminister betriebenen Reformpläne für das Transplantationsgesetz, einen gemeinsamen fraktionsübergreifenden Gruppenantrag zur Neuregelung der Organspende in den Bundestag einbringen. Die gemeinsamen Beratungen für eine Reform seien bereits weit vorangeschritten, so Lauterbach.

Ähnlich äußerte sich auch Jens Spahn von der CDU. Er sei "optimistisch, dass wir in den nächsten Wochen aus der Mitte des Bundestages einen Gesetzentwurf zur Förderung der Organspende präsentieren können, der eine sehr große Unterstützung in Parlament und Regierung" finde, sagte Spahn der Zeitung. Damit könnte ein in den Zuständigkeitsbereich Bahrs fallendes Gesetz durch einen von Union und SPD unterstützten Gruppenantrag verabschiedet werden, ohne dass das Ministerium oder die FDP daran beteiligt gewesen wäre.

DAK-Umfrage: Deutsche begrüßen Befragung zur Organspende

Laut einer aktuellen repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK am 28. September unter 1.003 Personen begrüßt die Mehrheit der Deutschen politische Überlegungen, die Bereitschaft zur Organspende mit einer generellen Bürgerbefragung zu erhöhen. Konkret erklärten 72 Prozent der Befragten, sie fänden den Vorschlag "gut". Die meisten wünschten sich ein Gespräch mit dem Hausarzt, so die DAK.

Grundsätzlich waren laut DAK-Pressemitteilung 71 Prozent der Befragten damit einverstanden, dass man ihnen "nach ihrem Tod" Organe entnimmt. Die Bereitschaft sei bei allen befragten Altersgruppen und bei Männern und Frauen fast identisch. Ob die Befragten dabei vor einer Antwort auch über die konkreten Abläufe bei einer Organentnahme und die zunehmende Kritik am Hirntod als Kriterium für eine Organentnahme aufgeklärt worden sind, darf bezweifelt werden.
 

Weiterführende Informationen:

  • Montgomery: Die Menschen bei Thema Organspende abholen
    Berlin. Zum Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, die Kassen zur Aufklärung ihrer Versicherten über Organspende zu verpflichten, erklärt der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery:
    Wir müssen die Menschen abholen, die sich für die Organspende aussprechen, aber ihre Bereitschaft noch nicht dokumentiert haben.
    Statement Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery 26.09.11
     
  • Deutsche begrüßen Befragung zur Organspende
    DAK-Umfrage: Mehrheit wünscht sich aufklärendes Gespräch mit Hausarzt
    PRESSEMITTEILUNG DAK 30.09.11
     
  • 24.09.11: Bundesrat für Entscheidungslösung bei Organspende - Bundesärztekammer vollzieht aus juristischen Gründen Wandel bei Erklärungspflicht
    Der Bundesrat fordert in seiner am 23.09.11 vorgelegten Stellungnahme zu einem Gesetzentwurf der Bundesregierung, mit dem sie die Europäische Transplantations-Richtlinie in deutsches Recht umsetzen will, die derzeit geltende erweiterte Zustimmungslösung zur Organspende in eine Erklärungslösung umzuwandeln. Die Länderkammer folgt damit einem Beschluss des Gesundheitsausschusses von Anfang des Monats.

    Mehr im Themenspecial: Bundesrat für Entscheidungslösung bei Organspende - Bundesärztekammer vollzieht aus juristischen Gründen Wandel bei Erklärungspflicht
     

Pressespiegel zum Organspendevorstoß aus dem Gesundheitsministerium und zur DAK-Umfrage

Organspende darf kein Vehikel für elektronische Gesundheitskarte sein
"Die Information über die Bereitschaft zur Organspende kann ebenso gut auf der derzeitigen Versichertenkarte gespeichert werden. Die e-card ist dafür nicht nötig. Bahr missbraucht das Thema Organspende als Vehikel, um die e-card flächendeckend einführen zu können", sagt Martina Bunge zu Vorstößen des Gesundheitsministers Bahr, die Krankenkassen und die e-card in die Abfrage der Bereitschaft zur Organspende einzubeziehen.
PRESSEMITTEILUNG Die Linke. im Bundestag 26.09.11

Montgomery: Die Menschen bei Thema Organspende abholen
Berlin. Zum Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, die Kassen zur Aufklärung ihrer Versicherten über Organspende zu verpflichten, erklärt der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery:
Wir müssen die Menschen abholen, die sich für die Organspende aussprechen, aber ihre Bereitschaft noch nicht dokumentiert haben.
Statement Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery 26.09.11

Organspende: Mehr Sicherheit, das Richtige zu tun
Von Hendrik Varnholt
Auf die Situation am Krankenbett ist kaum jemand vorbereitet. In ihr fällt vielen Trauernden die Entscheidung für eine Organspende schwer. Mit einem Gesetzesentwurf will Gesundheitsminister Daniel Bahr nun für mehr Klarheit sorgen.
KÖLNISCHE RUNDSCHAU 26.09.11

Befragung der Krankenversicherten: Organspende-Gesetz bis Frühjahr 2012
KÖLNISCHE RUNDSCHAU 26.09.11

Vom Thema Pflegereform abgelenkt - mit Erfolg
Kommentar zur Änderung des Transplanationsgesetzes
Von Peter Mücke, NDR-Hörfunkkorrespondent, ARD-Hauptstadtstudio
Ablenkungsmanöver geglückt. Gesundheitsminister Bahr hat mit der Organspende ein Thema gefunden, mit dem er punkten kann.
TAGESSCHAU.DE 26.09.11

Organspende: Keine Chance für die Angst vorm Tod
Künftig soll jeder Bundesbürger bewusst entscheiden, ob er nach dem Tod Organe spenden will. Dieser Schritt ist eine Chance zum Umdenken, kommentiert Dagny Lüdemann.
ZEIT Online 26.09.11

Bahr macht Dampf bei der Organspende
Ärzte Zeitung 26.09.11

Ablehnen, abwarten oder Organ spenden
Versicherer sollen Mitglieder zur Erklärung auffordern
Timot Szent-Ivanyi
BERLINER ZEITUNG 26.09.11

Kassen sollen Versicherte über Organspende aufklären
Berlin – Die Ärzte unterstützen den Vorschlag von Bundes­gesund­heitsminister Daniel Bahr (FDP), die Kassen zu verpflichten, bei der bevor­stehenden Ausgabe der elektronischen Gesund­heits­karte über Organspenden zu informieren.
AERZTEBLATT.DE 26.09.11

Befragung: Bahr will Bereitschaft zur Organspende anregen
SPIEGEL Online 26.09.11

CSU-Minister Söder: Seine Mutter starb, weil sie keine Niere fand!
Von Einar Koch
Jeder Kassenpatient soll nach den Plänen der Bundesregierung künftig erklären, ob er zur Organspende bereit ist. Bayerns Gesundheits- und Umweltminister Markus Söder (44, CSU) kämpft aus einem ganz persönlichen Grund für mehr Spender-Organe – seine kranke Mutter hatte jahrelang vergeblich auf eine neue Niere gehofft!
BILD.DE 27.09.11

"Große Chance Gesundheitskarte für die Organspende nutzen"
(PA) DSO unterstützt den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) 27.09.11

Transplantationsgesetz: "Ein Schritt in die richtige Richtung"
Transplantationsmediziner Günter Kirste kritisiert die Organisation in Deutschland
Günter Kirste im Gespräch mit Dirk-Oliver Heckmann
DEUTSCHLANDFUNK 27.09.11

Befragung zur Organspende: Geteiltes Echo auf Bahrs Vorschlag
STERN.DE 27.09.11

Organspende-Gesetze machen sich Konkurrenz
Berlin (af). Die SPD-Gesundheitspolitikerin Dr. Carola Reimann hat angekündigt, im Oktober einen interfraktionellen Gruppenantrag für ein Organspendegesetz in den Bundestag einzubringen.
Ärzte Zeitung, 27.09.11

Union und SPD planen Gruppenantrag zu Organspende
Köln – Ungeachtet der von Bundes­gesund­heits­minister Daniel Bahr (FDP) betriebenen Reformpläne für das Trans­plan­tationsgesetz wollen Fach­politiker von Union und SPD einen gemeinsamen Gruppen­antrag zur Reform der Organ­spende in den Bundestag einbringen.
AERZTEBLATT.DE 27.09.11

Organspende: CDU und SPD umgehen Gesundheitsminister
In der Sache erntet FDP-Minister Bahr großes Lob von allen Seiten, doch beschlossen werden soll die Erklärungspflicht zur Organspende ohne Beteiligung des Gesundheitsressorts:
SPIEGEL Online 27.09.11

Organspende: Bahr proviziert Streit ums Urheberrecht
Mit seinem Vorstoß zur Organspende hat Gesundheitsminister Daniel Bahr die Öffentlichkeit überrascht - und für Stirnrunzeln in den Fraktionen gesorgt.
Ärzte Zeitung online, 27.09.11

Organspende: Dichtes Erfassungsnetz
Ulrike Baureithel
Daniel Bahr plant, die Frage nach der Bereitschaft zur Organspende an die Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte zu koppeln. Das überschreitet die Grenze zur Nötigung
DER FREITAG 27.09.11

Leserdebatte: Organspende: Ja, Nein oder später?
Von Rainer Woratschka
Um die Zahl der Transplantationen zu steigern, will Gesundheitsminister Bahr alle Bürger über ihre Bereitschaft zur Organspende befragen lassen. Liebe Leserinnen und Leser: Wie werden Sie damit umgehen? Diskutieren Sie mit!
TAGESSPIEGEL 27.09.11

Gesundheitsminister Bahr: Alle Deutschen sollen sich zur Organspende erklären
Gesundheitsminister Bahr plant eine Neuregelung, um die Zahl der Transplantationen zu steigern:
WELT Online 27.09.11

Lebertransplantation: Bessere Prognose nach Lebendspende
AERZTEBLATT.DE 28.09.11

Die Woche des Daniel Bahr
Die Bilanz des Gesundheitsministers bleibt mager
Kommentar von Heike Haarhoff
TAZ 28.09.11

Kontrapunkt: Leben retten, aber richtig
Bei der Organspende-Debatte soll es um die ganz großen Fragen der Ethik gehen, wieder einmal. Von einem lässt sich dabei kaum jemand stören: Das Leben tausender Kranker, die auf ein Organ warten, ließe sich durch bessere Organisation retten.
Von Karin Christmann
TAGESSPIEGEL 28.09.11

Speicher für Nieren, Lungen, Herzen
Neuregelung der Organspende
Jeder Bürger soll künftig sagen, ob er nach dem Tod Organe spenden möchte oder nicht. Der Gesundheitsminister bringt nun eine Gesetzesänderung ins Spiel.
von Heike Haarhoff
TAZ 28.09.11

Milliardengrab e-Card stoppen
"Das Projekt e-Card ist ein Unglück für Patienten und Versicherte: Ungewisser Nutzen, erheblicher Aufwand für Ärzte, große Risiken und unabsehbare Kosten. Die schwarz-gelbe Bundesregierung zwingt nun die Krankenkassen, die unsinnige und patientenfeindliche e-Card durchzupeitschen", sagt Kathrin Vogler, stellvertretende Vorsitzende im Gesundheitsausschuss
PRESSEMITTEILUNG Die Linke. im Bundestag 28.09.11

Alles auf eine Karte
Von Rainer Woratschka
Der elektronische Gesundheitsausweis kommt – als Miniversion, die schrittweise ausgebaut werden kann
TAGESSPIEGEL 28.09.11

Die Blutmacher
Beim Blood Farming wird künstliches Blut für die Medizin hergestellt
Von Michael Engel
DEUTSCHLANDFUNK 29.09.11

Organspende: Meine Leber gehört mir
Der Staat will die Bürger per Gesetz dazu bringen, sich zur Organabgabe zu erklären. Dieser Schritt geht in die falsche Richtung. Er ist in Wirklichkeit ein Bruch mit der Freiwilligkeit, an der doch offiziell keiner rütteln will.
Kommentar von Axel Reimann
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND FTD 29.09.11

Deutsche begrüßen Befragung zur Organspende
DAK-Umfrage: Mehrheit wünscht sich aufklärendes Gespräch mit Hausarzt
PRESSEMITTEILUNG DAK 30.09.11

Bereitschaft zur Organspende: Die meisten Deutschen würden ihr Herz verschenken
FOCUS.DE 30.09.11

Deutsche befürworten Organspende-Befragung
Hamburg – Die Mehrheit der Deutschen unterstützt die von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) vorgeschlagene grundsätzliche Organspende-Befragung, die sogenannte Erklärungslösung.
AERZTEBLATT.DE 30.09.11

"Aktionismus bei Organspendeausweisen"
Hospiz Stiftung: "Entscheidungsgewalt darf nicht in Händen privater Organisationen liegen"
Mehr Organspender müssen her, aber wie? Eugen Brysch von der Deutschen Hospiz Stiftung tritt dafür ein, die Entnahme und Verteilung von Organen staatlich zu regeln, um mehr Transparenz zuschaffen. Mehr Spenderausweise alleine würden nicht helfen.
ZDFheute.de 05.10.11

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