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Kritische Informationen der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland
zum Thema Organspende / Lebendspende / Transplantation / Hirntod

Neues zum Thema Organspende / Transplantationsmedizin / Hirntod

06.10.12: Nach Regensburg und Göttingen: Transplantationsskandal in Münchner Klinikum rechts der Isar

Ergänzung 27.10.12: Weitere Verdachtsmomente auf Richtlinienverstöße bei Organspenden: Münchener Klinikum rechts der Isar stoppt Warteliste für Lebertransplantationen

Bild Eingang Klinikum rechts der IsarIm Klinikum rechts der Isar in München bahnt sich ein neuer Transplantationsskandal an. Auch dort soll gegen Regeln bei der Organverpflanzung verstoßen worden sein. Konkret geht es darum, dass in mindestens einem Fall manipulierte Laborwerte zu einer Transplantation geführt haben könnten. "Daher haben wir sofort die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und werden nun alles daran setzen, dass dieser äußerst bedauerliche Vorgang aufgeklärt wird", so Prof. Reiner Gradinger, Ärztlicher Direktor des Klinikums in einer Pressemitteilung vom 02.10.12. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, könne man zu den beteiligten Personen und den näheren Umständen keine Angaben machen. Eine Woche zuvor hatte die Klinik eine bewusste Fälschung bestritten.

Doch dies scheint nicht alles zu sein. Wie die Süddeutsche Zeitung am 05.10.12 berichtete sollen im Klinikum rechts der Isar auch Alkoholiker, die nicht vollständig trocken waren, Lebern erhalten haben - darunter eine schwere Trinkerin, die wenige Tage nach der Transplantation starb. Dies wäre ein Verstoß gegen Transplantationsrichtlinien gewesen, denn Alkoholiker dürfen nur dann transplantiert werden, wenn sie mindestens sechs Monate völlige Alkoholabstinenz eingehalten haben. Das Klinikum bestritt jedoch die Vorwürfe in Bezug auf die Frau. Die Tageszeitung taz berichtet zudem, dass in München zwei Krebspatienten neue Organe bekommen haben sollen, die bereits Metastasen im Körper hatten. Auch dies wäre ein Verstoß gegen Transplantationsregeln gewesen. Klinikdirektor Gradinger widersprach dem unter Verweis darauf, dass es sich in den Fällen nur um sehr langsam wachsende Metastasen gehandelt habe.

Hintergrund für die Verstöße könnte möglicherweise der interne Druck im Klinikum hin zu mehr Transplantationen gewesen sein. Denn es habe bereits seit 2006 die Gefahr bestanden, dass Lebern aufgrund der vorangegangenen geringen Fallzahlen künftig nur noch im Konkurrenzkrankenhaus in Großhadern transplantiert werden. Binnen vier Jahren stieg laut der Süddeutschen Zeitung die Zahl der verpflanzten Lebern im Klinikum rechts der Isar von 14 im Jahr 2007 auf 37 im Jahr 2011.

Bisherige interne Untersuchungen

Wie das Klinikum rechts der Isar am 02.10.12 mitteilte, hat der Vorstand des Klinikums in Reaktion auf die vor gut zwei Monaten aufgedeckten Vorfälle in Göttingen und Regensburg bereits am 6. August eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe beauftragt, in einem internen Audit alle im Münchner Klinikum durchgeführten Lebertransplantationen der letzten Jahre im Detail zu überprüfen. Die Arbeitsgruppe habe alle 163 Lebertransplantationen untersucht, die zwischen Januar 2007 und Juli 2012 am Klinikum durchgeführt wurden. Das interne Audit habe "einzelne Auffälligkeiten" ergeben. Um diese Auffälligkeiten transparent und lückenlos aufzuklären, sei der Bericht des Audits in Absprache mit dem bayerischen Wissenschaftsministerium am 24. August an die Bundesärztekammer sowie an die Staatsanwaltschaft München zur Prüfung weitergeleitet worden.

Die Prüfungskommission der Bundesärztekammer habe dem Klinikum am 27. September Fragen zu neun Transplantationsfällen zugesandt. Im Rahmen der Recherchen hätten die Verantwortlichen des Klinikums Hinweise erhalten, dass möglicherweise in einem der genannten neun Fälle eine bewusste Manipulation der Laborwerte stattfand. Diese Hinweise habe der Vorstand am 1. Oktober, unmittelbar nachdem er davon Kenntnis erlangt hat, in Abstimmung mit dem Wissenschaftsministerium an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

"Dass Fehler passiert sind, bedauern wir sehr. Wir müssen prüfen, wie wir für die Zukunft ausschließen können, dass Fehler und Täuschungsversuche vorkommen" erklärte Klinikdirektor Prof. Reiner Gradinger. "Wir haben die Vorfälle schon im August zum Anlass genommen, die Prozesse für die Dokumentation und Qualitätskontrolle im Transplantationszentrum grundlegend zu überarbeiten, um für die Zukunft Unregelmäßigkeiten auszuschließen. Selbstverständlich unterstützen wir darüber hinaus die weitere Arbeit der Prüfungskommission und natürlich auch der Staatsanwaltschaft ohne jede Einschränkung. Dass alle Vorfälle vollständig aufgeklärt werden, ist mir auch persönlich sehr wichtig", beteuerte Gradinger.

Grüne im bayerischen Landtag fordern Aufklärung des Transplantationsskandals

T. SchopperUnterdessen forderten die Grünen im bayerischen Landtag eine umgehende und komplette Aufklärung des Transplantationsskandals am Münchner Klinikum rechts der Isar. "Falls wirklich Alkoholkranke, die nicht vollständig trocken waren, Spenderorgane bekommen haben, ist dies ein ungeheuerlicher Vorgang", erklärte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Theresa Schopper in einer Presseaussendung vom 5. Oktober. "Das ist nicht nur gegen geltende Richtlinien, sondern unterminiert die Organspende komplett." Die Landtagsgrünen fordern, dass der Gesundheitsausschuss so schnell wie möglich informiert wird. "Momentan gibt es hier Unregelmäßigkeiten, deren Ausmaß sich niemand vorstellen konnte", so Schopper.

Aus der CSU werden angesichts der immer neuen Manipulationsfälle bei Transplantationen mittlerweile Rufe nach einer umfassenden Neuregelung der Organspende laut. So forderte laut einem Bericht der Frankfurter Rundschau vom 04.10.12 der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union, Johannes Singhammer (CSU), in einem Brief an Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), sowohl eine staatliche Aufsicht über die Organisation der Organspende als auch eine Beteiligung des Staates bei der Festlegung der Richtlinien für die Organvergabe. Bisher werden die Richtlinien allein von der Ärzteschaft bestimmt. Die bisher vereinbarten Schritte reichten nach Ansicht Singhammers nicht aus, um den entstandenen Vertrauensverlust zu beheben.

Der Deutsche Bundestag hatte erst kürzlich eine Neuregelung der Organspende verabschiedet. Kritiker monierten dabei die Neuregelung als nicht ausreichend, um wirklich Transparenz zu schaffen. Bei einem Spitzentreffen im Bundesgesundheitsministerium am 27. August versprachen die Akteure mehr Transparenz und Kontrolle bei Organspenden. Es bleibt abzuwarten, wann und vor allem welche Taten folgen werden (siehe das Themenspecial vom 30.08.12).
 

Ergänzung 27.10.12: Weitere Verdachtsmomente auf Richtlinienverstöße bei Organspenden: Münchener Klinikum rechts der Isar stoppt Warteliste für Lebertransplantationen

Der Ende September aufgekommene Transplantationsskandal am Münchener Klinikum rechts der Isar scheint sich auszuweiten. Auf Empfehlung des Aufsichtsratsvorsitzenden Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch hat der Vorstand des Klinikums rechts der Isar der TU München daher jetzt beschlossen, zunächst keine neuen Patienten auf die Warteliste für Lebertransplantationen aufzunehmen. "Die intensiven Prüfungen der vergangenen Wochen und Monate haben weitere Verdachtsmomente auf Richtlinienverstöße aufgedeckt. Diesen wird im Detail nachgegangen. Vor diesem Hintergrund habe ich dem Klinikum rechts der Isar empfohlen, die Lebertransplantationen bis auf Weiteres ruhen zu lassen", erklärte Heubisch in einer Presseaussendung vom 26.10.12. Konkretere Details zu den "weiteren Verdachtsmomenten" nannte der Minister allerdings nicht.

Der Ärztliche Direktor Prof. Reiner Gradinger habe derzeit eine Task Force unter Leitung seines Stellvertreters Prof. Bernhard Meyer damit betraut, eine intensive Untersuchung der Lebertransplantationen der vergangenen Jahre vorzunehmen. Ziel der in Umfang und Tiefe deutlich ausgeweiteten Untersuchung sei es, "vollständige Transparenz über die Lebertransplantationen der vergangenen Jahre zu schaffen und erkannte Schwachstellen zu beseitigen". "Auch wenn die Verdachtsmomente noch nicht abschließend untersucht sind, werden derzeit keine neuen Patienten auf die Warteliste für Lebertransplantationen aufgenommen. Die Patienten, die derzeit noch auf der Warteliste stehen, werden auch weiterhin vom Klinikum betreut und erhalten bei entsprechendem Spenderangebot eine Transplantation", hieß es weiter.

Die Neustrukturierung des Transplantationsprogramms werde unter Federführung des kommissarischen Leiters des Transplantationszentrums zügig fortgesetzt. Der Aufsichtsrat des Klinikums hatte zuvor Anfang Oktober beschlossen, die Transplantationsmedizin in einem eigenständigen Zentrum neu zu organisieren. Hintergrund für die Umstrukturierung waren festgestellte "organisatorische und kommunikative Defizite im Bereich der Lebertransplantation" am Klinikum rechts der Isar, hieß es damals in einer Pressemitteilung.

Expertenkommission zur Überprüfung der bayerischen Transplantationszentren nimmt Arbeit auf

Unterdessen teilte das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst am 26.10.12 mit, dass an diesem Tag die Expertenkommission zur Überprüfung der bayerischen Transplantationszentren ihre Arbeit aufgenommen hat und sich die Lebertransplantationszentren in Bayern der Überprüfung stellen. Dies hatte Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch bereits Mitte August mit den Transplantationszentren vereinbart.

Vorsitzender der Kommission ist Professor Ferdinand Mühlbacher, Leiter der Universitätsklinik für Chirurgie und Leiter der Klinischen Abteilung für Transplantation, Medizinische Universität Wien. Neben Mühlbacher gehören der Kommission Vertreter der Bayerischen Landesärztekammer sowie des Bayerischen Wissenschafts- und des Gesundheitsministeriums an. Außerdem ist jeweils ein Vertreter der Universitätsklinika dabei. Diese wurden laut Ministerium so ausgewählt, dass verschiedene in die Transplantationen involvierte Fachdisziplinen abgedeckt sind.

Basis der Arbeit der Expertenkommission sollen zum einen die internen Prüfberichte und Strukturpapiere sein, die die Transplantationszentren in den vergangenen Wochen erstellt haben. Zum anderen sollen die aktuellen Wartelisten der Zentren überprüft werden. Herzstück seien die Begehungen vor Ort. In den nächsten Wochen werde die Kommission jedes Lebertransplantationszentrum jeweils einen Tag besuchen. Dabei sollen Strukturen, Abläufe, Dokumentation und Kommunikationswege durchleuchtet werden. Ziel der Kommission ist es, die Besuche der fünf Transplantationszentren noch in diesem Jahr durchzuführen. Im kommenden Jahr werde die Kommission dann einen Abschlussbericht mit konkreten Handlungsempfehlungen vorlegen.

"Wir haben in Bayern hervorragende Universitätsklinika. Es ist wichtig, trotz der Vorfälle im Transplantationsbereich keinen Generalverdacht zu erheben", betonte Wissenschaftsminister Heubisch "Gleichzeitig müssen sämtliche Verdachtsfälle bei den Lebertransplantationen schnell und vollständig aufgeklärt werden. Hier sind sowohl die Prüfungskommission der Bundesärztekammer als auch die Staatsanwaltschaft aktiv. Zusätzlich müssen wir aber dafür sorgen, dass Fehler in Zukunft möglichst ausgeschlossen sind, um so das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen. An dieser Stelle setzt die Arbeit der Kommission an", erklärte der Minister. "Ziel unserer Arbeit ist es, Abläufe und Strukturen zu prüfen und zu vergleichen und davon ausgehend Prozessverbesserungen zu erarbeiten", so Professor Mühlbacher.

Weiterführende Informationen:

Presseschau zum Transplantationsskandal im Klinikum rechts der Isar in München

Nachfolgend finden Sie eine chronologische sortierte Auswahl an Meldungen zum Transplantationsskandal im Klinikum rechts der Isar in München. Diese Zusammenstellung wird gegebenenfalls weiter ergänzt.

26. Oktober 2012

Krankenkassen beginnen mit Versand: Organspendeausweis für Millionen Deutsche
RP-Online 26.10.12

Skandal um Organspende: Klinik schließt Warteliste für neue Patienten
SUEDDEUTSCHE.DE 26.10.12

Organskandal: Münchner Klinikum stoppt Transplantationen
AERZTEBLATT.DE 26.10.12

Keine Aufnahme neuer Patienten auf die Warteliste für Lebertransplantationen am Klinikum rechts der Isar
Klinikum führt aufwändige Untersuchung von Lebertransplantationen durch
Auf Empfehlung des Aufsichtsratsvorsitzenden Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch hat der Vorstand des Klinikums rechts der Isar beschlossen, zunächst keine neuen Patienten auf die Warteliste für Lebertransplantationen aufzunehmen.
PRESSEMITTEILUNG Klinikum rechts der Isar TU München 26.10.12

Transplantation: Bayern unter der Lupe
Die mutmaßlichen Schummeleien bei Lebertransplantationen haben Bayern aufgeschreckt.
Ärzte Zeitung 26.10.12

Expertenkommission zur Überprüfung der bayerischen Transplantationszentren nimmt Arbeit auf
Die Lebertransplantationszentren in Bayern stellen sich der Überprüfung durch eine unabhängige Expertenkommission. Dies hatte Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch bereits Mitte August mit den Transplantationszentren vereinbart. Heute nimmt die Expertenkommission unter Vorsitz von Professor Ferdinand Mühlbacher ihre Arbeit auf.
PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst 26.10.12

Transplantationsmedizin: Chance des heilsamen Schocks
Siegmund-Schultze, Nicola
Erst Göttingen und Regensburg, dann München.
Deutsches Ärzteblatt 2012; 109(43) 26.10.12

Randnotiz: Falscher Zeitpunkt
Siegmund-Schultze, Nicola
Mehr Transparenz und Kontrolle wird in der Transplantationsmedizin gefordert, nicht nur an Kliniken, sondern auch bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).
Deutsches Ärzteblatt 2012; 109(43) 26.10.12


25. Oktober 2012

Organspende: Weniger Spender, mehrere Gründe
Von Christina Hohmann-Jeddi
In diesem Jahr gab es in Deutschland bislang weniger Organspenden als in den Jahren zuvor. Dazu haben mit Sicherheit die Skandale um das Vergabeverfahren in einigen Kliniken geführt. Sie sind aber nicht der einzige Grund für den wachsenden Mangel an Spenderorganen.
PHARMAZEUTISCHE ZEITUNG Ausgabe 43/2012 25.10.12


18. Oktober 2012

Klinikum rechts der Isar: Leberspezialist reicht Rücktritt ein
Die Unregelmäßigkeiten bei Lebertransplantationen am Klinikum rechts der Isar ziehen weitere Kreise. Nun wurde bekannt, dass ein maßgeblicher Leberspezialist seine Kündigung zum Monatsende eingereicht hat.
Jeanne Turczynski
BR 18.10.12


17. Oktober 2012

Zahl der Organspenden geht deutlich zurück
AERZTEBLATT.DE 17.10.12

Immer weniger Organspenden
Klarer Trend: Die Zahlen der Organspenden und der Spender sinken. Experten sind alarmiert: Liegt es an den jüngsten Skandalen? Nicht unbedingt.
Ärzte Zeitung 17.10.12

Zahl der Organspenden sinkt nach Skandal in Göttingen drastisch
Osnabrück. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) schlägt Alarm: Nach den jüngsten Skandalen sinkt die Zahl der Organspenden in Deutschland drastisch.
NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG 17.10.12


16. Oktober 2012

Transplantationen 2012: Zahl der Organspenden geht zurück
SPIEGEL Online 16.10.12

Organspende: Entscheidungen nach dem großen Skandal
Ab 1. November werden Krankenkassen Info-Briefe über Organspende verschicken- und das, während die Ermittlungen Organspende-Skandal laufen.
Von Ulrike von Leszczynski
FRANKFURTER RUNDSCHAU 16.10.12

"Wir müssen die Transplantationen vereinfachen"
TU-Präsident über Rechts der Isar
Von Sebastian Krass und Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 16.10.12


13. Oktober 2012

Eine schwierige Operation
Transplantationen am Klinikum rechts der Isar
Von Christina Berndt
Wurde am Klinikum rechts der Isar bei Transplantationen getrickst?
SUEDDEUTSCHE.DE 13.10.12


12. Oktober 2012

Richtlinienverstöße bei Transplantationen: Ermittlungen am Klinikum rechts der Isar
Siegmund-Schultze, Nicola
Deutsches Ärzteblatt 2012; 109(41) 12.10.12

Transplantations-Skandal: Organspenden gehen deutlich zurück
Von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 12.10.12


11. Oktober 2012

Organspende-Skandal: Klinikleitung war frühzeitig informiert
Von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 11.10.12

Stellungnahme des Klinikums rechts der Isar zu den gemeldeten Vorfällen bei Lebertransplantationen
Am 10. Oktober 2012 fand ein Gespräch unter Leitung des Präsidenten der TU München, Prof. Wolfgang A. Herrmann, zur künftigen Zusammenarbeit im neu strukturierten Transplantationszentrum des Klinikums rechts der Isar statt. Im Rahmen des Gesprächs wurden die Kommunikationsschwächen der Vergangenheit aufgearbeitet. Daraus entstand die nachfolgende einvernehmliche Erklärung:
PRESSEMITTEILUNG Klinikum rechts der Isar TU München 11.10.12


10. Oktober 2012

Transplantationsskandal: Neue Verdachtsfälle in Regensburg
Ärzte Zeitung, 10.10.12


09. Oktober 2012

CSU-Politiker will Organtransplantationen stärker kontrollieren
Johannes Singhammer: Prämienzahlungen verbieten
Moderation: Gabi Wuttke
DEUTSCHLANDRADIO 09.10.12

Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch zum Stand der Überprüfung der bayerischen Transplantationszentren
„Beim ersten Runden Tisch mit den Leitern der Transplantationszentren am 13. August 2012 hatte ich darum gebeten, dass sämtliche Lebertransplantationen an den fünf bayerischen Universitätsklinika intern überprüft werden. Im Zuge dessen habe ich die Transplantationszentren in Bayern aufgefordert, mir ihre Berichte bis zum 15. Oktober 2012 vorzulegen.
PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst 09.10.12

Unstimmigkeiten bei Leber-Transplantationen: Weitere Verdachtsfälle am Uniklinikum Regensburg
Von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 09.10.12

Neue Verdachtsfälle im Regensburger Organspende-Skandal
Oberarzt könnte in 43 statt 23 Fällen manipuliert haben
NORDBAYERN.DE 09.10.12


08. Oktober 2012

Verstöße bei Organvergabe: Konsequenzen für Münchner Klinik
SPIEGEL Online 08.10.12

Aufsichtsrat zieht Notbremse
Kontrolleure krempeln Transplantationsmedizin im Klinikum rechts der Isar um
DIE WELT 08.10.12

Minister ordnet Not-OP an
Transplantationszentrum am Münchner Klinikum rechts der Isar bekommt nach Manipulationsvorwurf neue Leitung. Verdacht eines Schweigekartells erhärtet sich
Von Heike Haarhoff
TAZ 08.10.12


07. Oktober 2012

Transplantationsmedizin am Münchner Klinikum wird neu organisiert
AERZTEBLATT.DE 07.10.12

Organspende: Was läuft schief im deutschen System?
von Rainer Woratschka
Nach Göttingen und Regensburg gibt es in Bayern weitere Organspende-Skandale. Dort gibt es Forderungen nach strengeren Regeln. Dagegen verlangt die Deutsche Transplantationsgesellschaft eine Organentnahme bereits nach dem Herzstillstand.
TAGESSPIEGEL 07.10.12

Organspende-Skandal: Klinikum rechts der Isar organisiert Transplantationsmedizin neu
Von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 07.10.12


06. Oktober 2012

Ergebnisse der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung des Klinikums rechts der Isar
Aufgrund der Vorfälle bei Lebertransplantationen am Klinikum rechts der Isar hat Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch als Aufsichtsratsvorsitzender eine Sondersitzung des Aufsichtsgremiums einberufen.
PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst 06.10.12

Transplantationsskandal: Münchner Chefarzt verschweigt Manipulationsverdacht
Der Chefarzt eines Münchener Transplantationszentrums soll über Fälschungen von Patientenakten informiert gewesen sein. Jetzt werden alle bayerischen Kliniken untersucht.
ZEIT Online 06.10.12

Organspenden am Klinikum Rechts der Isar: Chefarzt verschwieg Manipulationsverdacht jahrelang
Von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 06.10.12

Organtransplantationen: Neue Leber für Trinker?
von Patrick Guyton
Auch eine Münchner Klinik soll gegen Regeln bei der Verpflanzung von Organen verstoßen haben. Der Ärztliche Direktor bestätigt einen Verdachtsfall. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
TAGESSPIEGEL 06.10.12

Transplantationsskandal Konsequenzen im Klinikum Rechts der Isar
Der Transplantationsskandal am Münchner Klinikum rechts der Isar hat Konsequenzen. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) will die Transplantationsmedizin am Münchner Universitätsklinikum Rechts der Isar neu organisieren.
BR Online 06.10.12

05. Oktober 2012

Transplantationsskandal: Zentren sollen regelmäßig überprüft werden
Siegmund-Schultze, Nicola
Künftig sollen alle 47 Transplantationszentren in Deutschland auf das Einhalten von Richtlinien geprüft werden.
Deutsches Ärzteblatt 2012; 109(40), 05.10.12

Heubisch kündigt rasche Prüfung neuer Transplantations­vorwürfe an
AERZTEBLATT.DE 05.10.12

Klinikum rechts der Isar in München: Umstrittene Warteliste
Von Christina Berndt
Im Münchner Klinikum rechts der Isar wurden offenbar Patienten für ein Spenderorgan vorgesehen, die nicht unter die strengen Richtlinien fallen - zum Beispiel Alkoholiker.
SUEDDEUTSCHE.DE 05.10.12

Dialysen nicht mit den Kassen abgerechnet
Transplantation: In München gibt es weitere Verdachtsfälle vorsätzlicher Manipulation von Patientendaten: Dem Klinikum rechts der Isar fehlen Belege, dass Blutwäschen tatsächlich erfolgt sind.
TAZ 05.10.12

Organspendeskandal: Konsequenzen für Bayern?
Grüne fordern in Berichtsantrag umfassende Aufklärung von Staatsregierung
Die Grünen im Bayerischen Landtag sehen mit Sorge, dass der Skandal um die Manipulationen in der Organtransplantation an den Unikliniken Göttingen und Regensburg immer weitere Kreise zieht.
PRESSEMITTEILUNG Bündnis 90 / Die Grünen im Bayerischen Landtag 05.10.12

Transplantationsskandal: Grüne fordern Aufklärung
MdL Theresa Schopper stellt klar: Der Gesundheitsausschuss muss umgehend informiert werden! Die Grünen im bayerischen Landtag fordern umgehende und komplette Aufklärung des Transplantationsskandals am Münchner Klinikum rechts der Isar.
PRESSEMITTEILUNG Die Grünen im Bayerischen Landtag 05.10.12

04. Oktober 2012

CSU verlangt umfassende Reform der Organspende
Angesichts der immer neuen Manipulationsfälle bei Transplantationen besteht die CSU auf einer umfassenden Neuregelung der Organspende.
FRANKFURTER RUNDSCHAU 04.10.12

Neue Belege für unfaire Organ-Vergabe
Von Timot Szent-Ivanyi
Werden Privatpatienten bei Organ-Transplantationen bevorzugt? Der Verdacht steht schon lange im Raum, aber jetzt lassen sich die Auffälligkeiten durch eine neue Statistik belegen.
FRANKFURTER RUNDSCHAU 04.10.12

Verdacht auf manipulierte Laborwerte bei Organvergabe in München
AERZTEBLATT.DE 04.10.12

Das große Umetikettieren
Transplantation: Der Verdacht der Manipulation am Münchner Klinikum rechts der Isar erhärtet sich. Blutwerte eines Leberpatienten sollen absichtlich vertauscht worden sein
Von Heike Haarhoff
TAZ 04.10.12

Einzeltätertheorie? Pffft!
Der Transplantationsskandal hat seit München eine neue Qualität
Kommentar von Heike Haarhoff
TAZ 04.10.12

03. Oktober 2012

Vergabe von Spenderorganen: Verdacht auf Manipulation erhärtet sich
Von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 03.10.12

02. Oktober 2012

Münchner soll Organspende-Daten gefälscht haben
Wurden auch am Münchner Klinikum Rechts der Isar Daten gefälscht, damit Patienten schneller Spenderorgane bekommen?
WELT Online 02.10.12

Staatsanwaltschaft prüft Organvergabe an Münchner Klinik
AERZTEBLATT.DE 02.10.12

Auffälligkeiten bei Organtransplantationen am Klinikum rechts der Isar
Das Klinikum rechts der Isar hat das Wissenschaftsministerium und das Gesundheitsministerium heute Nachmittag darüber informiert, dass sich bei der weiteren internen Prüfung der festgestellten Auffälligkeiten bei Transplantationen Anhaltspunkte ergeben haben, dass im Einzelfall eine Manipulation nicht ausgeschlossen werden kann.
PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst 02.10.12

Klinikum rechts der Isar informiert über Untersuchung zu Lebertransplantationen
In Reaktion auf die Vorfälle in Göttingen und Regensburg hat der Vorstand des Klinikums rechts der Isar am 6. August eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe beauftragt, in einem internen Audit alle Lebertransplantationen der letzten Jahre am Klinikum rechts der Isar im Detail zu überprüfen. Die Arbeitsgruppe untersuchte alle 163 Lebertransplantationen, die zwischen Januar 2007 und Juli 2012 am Klinikum durchgeführt wurden. Das interne Audit ergab einzelne Auffälligkeiten.
PRESSEMITTEILUNG Klinikum rechts der Isar München 02.10.12

01. Oktober 2012

Neue Vorwürfe im Transplantationsskandal
Organvergabe: Ärztepräsident wirft Münchner Klinikum rechts der Isar vor, einen Tumorpatienten regelwidrig transplantiert zu haben. Auch in Hamburg prüfen Staatsanwälte einen Anfangsverdacht
TAZ 01.10.12

Vergabe von Spenderorganen: Kritik von Montgomery
Von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 01.10.12

Organspenden-Skandal am Klinikum rechts der Isar: Gedächtnisprotokoll weist auf vorsätzliche Manipulation hin
Von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 01.10.12

In vier Fällen Verstöße bei Organvergabe an Münchner Klinik
AERZTEBLATT.DE 01.10.12

30. September 2012

Vorwürfe im Transplantationsskandal: Jetzt auch in Hamburg
Ärztepräsident Montgomery wirft einer Klinik vor, eine Transplantation regelwidrig vorgenommen zu haben. Auch in Hamburg gibt es einen Verdachtsfall.
von Heike Haarhoff
TAZ 30.09.12

Patienten bevorzugt: Münchner Uniklinik gibt Fehler bei Transplantationen zu
Ärzte Zeitung, 30.09.12

29. September 2012

"Bedauerliche Fehler"
Manipulations-Verdacht bei Organspenden in München
Fehler aber kein Vorsatz: Der Leiter des Transplantationszentrums am Klinikum rechts der Isar geht fest davon aus, dass es keine absichtlichen Manipulationen in dem Krankenhaus gab, um Patienten bei der Organzuteilung zu bevorzugen.
Interview: Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 29.09.12

Manipulationsverdacht bei Organspenden: Zu viel der Auffälligkeiten
Von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 29.09.12

28. September 2012

Organ-Skandal im Rechts der Isar?
Staatsanwalt ermittelt wegen Fehlern bei Leber- Transplantationen
BILD.DE 28.09.12

27. September 2012

Flächendeckende Überprüfung von Transplantationszentren angelaufen
Berlin. Anknüpfend an die von Bund, Ländern und den maßgeblichen Akteuren der Transplantationsmedizin am 27. August 2012 im Bundesgesundheitsministerium gefasste gemeinsame Erklärung haben die Prüfungskommission und die Überwachungskommission (in gemeinsamer Trägerschaft von Deutscher Krankenhausgesellschaft, GKV-Spitzenverband und Bundesärztekammer) in ihrer heutigen Sitzung die Verfahren zur Intensivierung der Kontrollen in den Transplantationszentren im Einzelnen festgelegt.
Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG von Prüfungskommission und Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von Deutscher Krankenhausgesellschaft, GKV-Spitzenverband und Bundesärztekammer 26.09.12

Organspende: Neuer Verdacht auf Manipulation in München
An einem Münchner Klinikum wird derzeit ein Verdacht geprüft: Auf den Wartelisten für Lebertransplantationen waren Auffälligkeiten festgestellt worden. Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
SPIEGEL Online 27.09.12

Transplantationen: Münchner Klinik räumt Unstimmigkeiten ein
Wie oft wird bei der Vergabe von Organspenden manipuliert? Während die Behörden um schärfere Kontrollen ringen, sind Prüfer auch in München auf Auffälligkeiten gestoßen.
SPIEGEL Online 27.09.12

Auffällige Lebern auch in München
Am Klinikum rechts der Isar haben Patienten aufgrund falscher Laborwerte schneller Organe erhalten. Um gezielte Manipulation handelt es sich wohl nicht.
von Heike Haarhoff
TAZ 27.09.12

Vergabe von Spenderorganen: Münchner Klinik räumt Auffälligkeiten ein
SUEDDEUTSCHE.DE 27.09.12

Manipulierte Organvergabe: Münchner Klinikum rechts der Isar unter Verdacht
Göttingen, Regensburg - und nun München? Auch im Klinikum rechts der Isar habe es "Auffälligkeiten" bei der Vergabe von Spenderorganen gegeben, erklärt Ärztepräsident Montgomery.
SUEDDEUTSCHE.DE 27.09.12

Auffälligkeiten bei Organspenden in Münchner Klinik
DIE WELT 27.09.12

Auffälligkeiten in Münchner Klinikum: Streit um neuen Organspende-Verdacht
STERN.DE 27.09.12

Organtransplantation: Manipulationsverdacht in München
Berlin – Zwei Monate nach dem Bekanntwerden von Manipulationen bei der Vergabe von Spenderorganen an Transplantationszentren gibt es jetzt im Klinikum rechts der Isar Unregelmäßigkeiten.
AERZTEBLATT.DE 27.09.12

Organtransplantationen am Klinikum rechts der Isar
Verdachtsfälle vom Klinikum bereits an Bundesärztekammer und an Staatsanwaltschaft übermittelt
PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst 27.09.12

Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft München I vom 27.09.2012 - Organtransplantationen im Klinikum rechts der Isar, München
Die Staatsanwaltschaft München I prüft mit gutachterlicher Unterstützung seit August 2012 auf Grund einer Anzeige des Klinikums rechts der Isar in München, ob falsche Vorwürfe gegen das Klinikum im Zusammenhang mit Organtransplantationen in einem anonymen Schreiben an das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst erhoben wurden.
PRESSEMITTEILUNG Staatsanwaltschaft München I 27.09.12

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