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Neues zum Thema Organspende / Transplantation / Hirntod / Lebendspende

Letzte Aktualisierung: 24.11.18

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Neueste Meldungen:

Weitere aktuelle Meldungen finden Sie auch in der Presserubrik zum Thema Organspende, Transplantation und Hirntod mit zweiwöchentlich neuen Artikeln.

2018

14.11.18: Lesenswerter Beitrag zur Debatte um Widerspruchslösung: „Sterben und sterben lassen“

Am 09.11.18 hat der Jurist Thomas Fischer unter der Überschrift „Sterben und sterben lassen“ auf Spiegel Online einen sehr lesenswerten kritischen Beitrag zur Debatte um die Einführung der Widerspruchslösung bei Organspende veröffentlicht. Fischer war Vorsitzender Richter am 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs, ist Autor des Standard-Kommentars zum Strafgesetzbuch und Verfasser zahlreicher Kolumnen, in denen er sich mit Fragen des Strafrechts beschäftigt.

In seinem Beitrag übt er ausführlich begründete und scharf pointierte Kritik an dem Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn. Mehr unter dem folgenden Link:

Sterben und sterben lassen
Geht es nach Jens Spahn, sollen jedem nach dem Tod Organe entnommen werden dürfen, wenn er nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen hat. Das ist absurd, totalitär-paternalistisch und dazu unehrlich.
Eine Kolumne von Thomas Fischer
SPIEGEL Online 09.11.18


31.10.18: Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende

Das Bundeskabinett hat am 31. Oktober 2018 dem Entwurf eines „Zweiten Gesetzes zur Änderung des Transplantationsgesetzes – Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende (GZSO)“ zugestimmt. Künftig soll es u.a. mehr Zeit und Geld für die Kliniken bei der Organspende geben und die Befugnisse der Transplantationsbeauftragten ausgeweitet werden. Das Gesetz ist im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig und soll voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2019 in Kraft treten.

» Mehr zum beschlossenen Gesetzentwurf zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende (auf www.organspende-widerspruch.de)


29.10.18: Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) gegen Widerspruchslösung bei Organspenden

Der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e.V. (VLK) hat sich in einem aktuellen Positionspapier deutlich gegen die Widerspruchslösung bei Organspenden ausgesprochen. Dies teilte der VLK in einer Presseaussendung vom 29.10.18 mit.

Die Widerspruchslösung widerspreche dem Selbstverständnis von freien Bürgern, über so gravierende Entscheidungen selbst bestimmen zu können. Statt dessen stehe zu befürchten, dass sie bei vielen Menschen das restliche Vertrauen in die Transplantationsmedizin zerstöre. Ob die Widerspruchslösung überhaupt zu höherem Organspendeaufkommen führen wird oder sogar gegenteilige Effekte haben könnte, sei eine offene Frage.

Darüber hinaus fürchten die Verbandsvertreter Prof. Dr. Gundolf Gubernatis, Transplantationsbeauftragter des VLK, und VLK-Präsident Prof. Dr. Hans-Fred Weiser langfristig eine Reihe negativer Folgen. Statt über die Widerspruchslösung sollte über "alternative Konzepte mit positiven Anreizen und positiver Motivation für die Organspende" diskutiert werden.

» Mehr zum Positionspapier des VLK gegen die Widerpruchslösung (auf www.organspende-widerspruch.de)


27.10.18: Im Deutschen Bundestag formiert sich Widerstand gegen Widerspruchslösung bei Organspenden

Illustration zur Debatte um Einführung der Widerspruchslösung bei OrganspendenIm Deutschen Bundestag formiert sich Widerstand gegen die geplante Einführung der Widerspruchslösung.

Eine interfraktionelle Gruppe arbeitet Medienberichten zufolge an einen Antrag gegen die geplante Widerspruchsregelung. Nach Einschätzung von einem der Initiatoren des Antrages ist gegenwärtig etwa ein Drittel der Abgeordneten gegen eine Widerspruchslösung, ein weiteres Drittel dafür, die Übrigen unentschieden.

Mehr in den folgenden Artikeln.


25.10.18: Delegation des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag informiert sich über Organspendeverfahren in Spanien und Dänemark

Eine Delegation des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages informiert sich vom 30. Oktober bis zum 1. November 2018 über Organspendeverfahren in zwei anderen Ländern.

Unter der Leitung des Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel (CDU), reisen die Abgeordneten Hilde Mattheis (SPD), Nicole Westig (FDP), Harald Weinberg (DIE LINKE.) und Dr. Kirsten Kappert-Gonther (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zunächst nach Spanien und dann weiter nach Dänemark, um sich über die in dem jeweiligen Land geltenden Organspendeverfahren zu informieren. Dies teilte die Pressestelle des Deutschen Bundestages am 25.10.18 mit.

Ergänzend gibt es seit kurzem drei lesenswerte Dokumente des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages zur Organspende.

» Mehr zur Delegationsreise zu Organspendeverfahren in Spanien und Dänemark und zu den Texten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages zur Organspende


14.09.18: Aktionen gegen die geplante Widerspruchsregelung

Symbolbild ProtestIm Zuge der Organspende-Debatte bekamen wir zahlreiche Anrufe und Mails mit der Frage, was man gegen die geplante Einführung der Widerspruchslösung tun kann.

Wir haben daher für das bereits 2011 gebildete "Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden" ein paar Anregungen zusammengestellt, die den persönlichen Protest so einfach wie möglich machen sollen. Unter "Aktionen" finde Sie 5 ganz konkrete Tipps wie Sie helfen können, das Vorhaben zu stoppen.

Zu Ihren Mitwirkungsmöglichkeiten und Aktionen gegen die geplante Widerspruchsregelung bei Organspenden


03.09.18: Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Einführung der Widerspruchslösung

Bundesgesundheitsminister Jens SpahnGesundheitsminister Jens Spahn hat nach vorheriger längerer Ankündigung am 31.08.18 2018 einen Referentenentwurf für ein "Gesetz für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende (GZSO)" vorgelegt.

Damit soll die Rolle der Transplantationsbeauftragten in den Kliniken deutlich gestärkt werden. Unter anderem sollen die Transplantationsbeauftragten uneingeschränktes Zugangsrecht zu den Intensivstationen bekommen. Des Weiteren sollen sie uneingeschränkt Einsicht in die Patientenakten zur Auswertung des Spenderpotenzials nehmen können.

Kurz nach Veröffentlichung des Gesetzentwurf legte Bundesgesundheitsminister Spahn in einem am 03.09.18 veröffentlichten Interview mit der Bildzeitung nach und sprach sich für eine breite gesellschaftliche Debatte über die Widerspruchslösung aus. Er will mithelfen, eine fraktionsübergreifende Abstimmung im Parlament zu organisieren:

“Wir haben seit vielen Jahren alles versucht, um die Zahl der Organspender zu erhöhen. Aber leider ohne Erfolg! Deshalb brauchen wir eine breite gesellschaftliche Debatte über eine Widerspruchslösung. Eine Lösung also, bei der die Zustimmung zur Organspende automatisch als gegeben gilt, so lange man nicht "nein" sagt.

Diese Diskussion sollten wir im Bundestag jetzt führen. Dort gehört das Thema hin. Ich bin für eine doppelte Widerspruchslösung. Das heißt, dass jeder zu Lebzeiten ausdrücklich "nein" sagen kann - und ansonsten die Angehörigen zu fragen sind. Nur so kann die Organspende zum Normalfall werden."

Mehr dazu im Interview der Bildzeitung mit Jens Spahn, abrufbar auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Wir werden derartigen Bestrebungen mit aller Entschiedenheit entgegentreten. Was Sie selbst aktiv tun können, erfahren Sie in der neuen Rubrik Aktionen gegen die geplante Widerspruchslösung.


09.08.18: Debatte um Einführung der Widerspruchslösung bei Organspenden: Lesenswerter Beitrag zu Gründen für sinkende Organspendezahlen

Im Berliner Tagesspiegel vom 07.08.18 beleuchtet Michael de Ridder in einem lesenswerten Essay im Licht der Debatte um die Einführung einer Widerspruchslösung bei Organspenden die Hintergründe zu den sinkenden Organspendezahlen.

Sein Fazit: Eine Ursache ist die unredliche Aufklärung. Ebenso würden kulturelle und religiöse Ängste unterschätzt. Und auch das Hirntodkriterium spielt eine wesentliche Rolle.

Zum Beitrag im Tagesspiegel vom 07.08.18: Geringe Organspenderzahlen: Warum die Deutschen kein Herz haben


23.06.18: 91. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) für Widerspruchsregelung bzw. verbindliche Entscheidungslösung bei Organspende

Die 91. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat im Beisein von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf ihrem zweitägigen Treffen vom 20.-21.06.18 in Düsseldorf unter anderem über das Thema Organspende beraten. Dabei sprachen sich die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder u.a. einstimmig für ein Nachdenken über die Widerspruchsregelung bzw. eine verbindliche Entscheidunggslösung bei Organspende aus, um den "Organspendemangel" in Deutschland zu beheben.

Mehr zu den Beschlüssen der Gesundheitsministerkonferenz zur Widerspruchsregelung bzw. verbindlichen Entscheidunggslösung bei Organspende


02.06.18: Kritik zum Tag der Organspende 2018: Hirntote sind Lebende!

Plakat Tag der Organspende 2018 in SaarbrückenAm Samstag, 2. Juni 2018, ist „Tag der Organspende“ mit der zentralen Veranstaltung in Saarbrücken. Unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig“ wird der Tbilisser Platz laut Veranstalter "zum Treffpunkt des Lebens".

Es gibt Info-Pavillons, begehbare Lungen-, Nieren- und Lebermodelle, ein Bühnenprogramm mit Musik und Gesprächen sowie Mitmach-Aktionen für die ganze Familie. Experten und Betroffene beantworten Fragen rund um die Organspende und Transplantation. Die Schirmherrschaft hat Tobias Hans, Ministerpräsiden des Saarlandes, übernommen.

Anläßlich des Tages der Organspende kritisierte der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation (KAO) e.V. in einer Presseaussendung, dass in den offiziellen Verlautbarungen zum Thema Organspende der Blick nur auf die Empfänger von Organen und den angeblichen Nutzen für sie gerichtet wird.

Mehr zum Tag der Organspende 2018 und der Kritik von KAO


10.05.18: Deutscher Ärztetag fordert Einführung der Widerspruchslösung zur Organspende

Der 121. Deutsche Ärztetag 2018 hat sich für die Einführung der Widerspruchslösung zur Organspende ausgesprochen und den Gesetzgeber aufgefordert, das Transplantationsgesetz (TPG) entsprechend zu ändern. Es könne von jeder Bürgerin und jedem Bürger nach der gesetzlich in § 2 Abs. 1 TPG geregelten Aufklärung durch die Krankenkassen erwartet werden, dass sie sich mit der Problematik auseinandersetzen und im Falle einer tatsächlichen Ablehnung ihr NEIN zur Organspende formulieren, heißt es in der Entschließung vom 10.05.18.

Zum Beitrag: Deutscher Ärztetag fordert Einführung der Widerspruchslösung zur Organspende


15.01.18: Neueste Zahlen: Niedrigster Stand der Organspenden seit 20 Jahren

Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Organspender erneut rückläufig entwickelt. Bundesweit gab es 797 Organspender, 60 weniger als im Jahr zuvor. Dies teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am 15.01.18 in einer Presseaussendung mit. Alle Zahlen aus dem Jahr 2017 sind vorläufige Zahlen.

Zum ausführlichen Bericht über die Organspenderzahlen 2017


2017

05.12.17: 20 Jahre Transplantationsgesetz in Deutschland: Kritische Aufklärung über Organtransplantation (KAO) e.V. bilanziert die Geschichte einer großen Täuschung

Am 1. Dezember vor 20 Jahren trat in Deutschland das Transplantionsgesetz Inkraft. Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation – KAO e.V. kritisierte vor diesem Hintergrund als Bilanz in einer Pressemitteilung vom 05.12.17, dass seit Jahrzehnten die Menschen bei der Organspende in die Irre geführt werden.

"Diese Geschichte begann nicht als Versuch, Patienten mit einer neuen Behandlungsmethode zu helfen, sondern als knallharter Konkurrenzkampf: Wer ist der Erste? Wer kann schneller/skrupelloser lebende Herzen verpflanzen? Barnard im fernen Südafrika machte das Rennen, nachdem er in Amerika im Herzen der Transplantationsmedizin ausgebildet worden war." Konkret kritisiert der Verein die unausgewogenen Aufklärung über den Hirntod und die aktuellen Kampagnen.

Mehr dazu ausführlich in der Pressemitteilung von KAO vom 05.12.17 zu 20 Jahren Transplantationsgesetz.


13.11.17: Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) fordert Einhaltung geltenden Rechts auch für Sterbende

Logo KAOIm Zusammenhang mit ihrem Jahreskongress beklagt die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) wieder einmal den Mangel an Spenderorganen. Zur Lösung fordert sie neue Konzepte bezüglich Fragen am Lebensende. Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) kritisierte den Vorstoß scharf und fordert dagegen die Einhaltung geltenden Rechts auch für Sterbende.

Konkret fordert die DSO laut Pressemitteilung vom 09.11.17, dass „die Frage nach Organspende zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Versorgung am Lebensende wird“. Gleichzeitig ist sie dagegen, dass Patienten auf der Intensivstation nach Abbruch der Behandlung einfach sterben, ohne dass die Ärzte über Organspende nachgedacht haben. Dahinter steckt nach Auffassung von KAO ein massiver Angriff auf die auch für Sterbende geltende Würde des Menschen.

Mehr zur Kritik an der Deutschen Stiftung Organtransplantation


07.05.17: Zunehmende Begehrlichkeiten: Sterbehilfe mit Organspende

In Belgien und der Schweiz gibt es zunehmende Begehrlichkeiten nach einer Verknüpfung der Sterbehilfe mit einer Organentnahme.

Mehr zum Thema Sterbehilfe mit Organspende


16.03.17: Hirntod und Transplantationsmedizin: Sterben als soziales Konstrukt?

Am 15. Dezember 2016 hielt Prof. Axel W. Bauer an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg einen bemerkenswerten Vortrag zum Thema "Hirntod und Transplantationsmedizin: Sterben als soziales Konstrukt?". Der Vortrag wurde am 14.03. und 16.03.17 in zwei Teilen auf kath.net veröffentlicht.

Weiter zum ausführlichen Bericht


13.01.2017: Zahl der Organspenden weiterhin niedrig

857 Menschen wurden im Jahr 2016 nach festgestelltem Hirntod Organe für schwer kranke Patienten entnommen. Damit liegt die Zahl der Organspender in etwa auf dem Niveau von 2014 wo es 864 Spender waren bzw. 2015 mit 877 Spender. Diese Zahlen teilte die zuständige Deutsche Stiftung Organtranplantation (DSO) in einer Presseaussendung vom 12.01.17 mit. Demgegenüber stehen laut DSO nach wie vor über 10.000 Patienten auf den Wartelisten, die in Deutschland dringend auf ein Spenderorgan warten.

Mehr zu den aktuellen Organspender-Zahlen 2016


2016

27.04.16: Gesetzentwurf eingebracht: Zentrales Transplantationsregister geplant

ergänzt 28.05.16 und 12.07.16: Gesetzentwurf zu zentralem Transplantationsregister verabschiedet

Mit der Errichtung eines bundesweiten Transplantationsregisters soll die Organspendenpraxis in Deutschland transparenter werden. Der entsprechende Gesetzentwurf der Bundesregierung liegt jetzt dem Bundestag zur Beratung vor, wie die Bundestagspressestelle am 25.04.16 mitteilte.

Das Gesetz bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates. Es soll in diesem Jahr in Kraft treten.

Zum Themenspecial zur Debatte um die Eirnichtung eines zentralen Transplantationsregisters


08.06.16: Kritik an Herstellung von Mensch-Schwein Mischwesen zur Gewebezüchtung für Transplantationsmedizin

Laut Berichten britischer Medien haben Forscher um Prof. Pablo Ross an der Universität von Kalifornien in Berkeley zum ersten Mal Mensch-Schwein-Mischwesen hergestellt. Ziel ist es, menschliches Gewebe im Schwein für die Transplantationsmedizin heranzuzüchten. Prof. Paul Cullen vom Verein „Ärzte für das Leben“ bezeichnet in einer Pressemitteilung vom 06.06.16 diese Versuche als „zutiefst beunruhigend.“

„Diese Forschung stellt das Wesen des Menschen und somit den Urgrund der Menschenwürde grundsätzlich in Frage“, stellt Cullen fest. Er fordert ein umfassendes Verbot solcher Versuche „bis ihre Implikationen geklärt und auf der Ebene der gesamten Gesellschaft zur Diskussion gestellt worden sind.“

Mehr zur Kritik an der Herstellung von Mensch-Schwein Mischwesen zur Gewebezüchtung für Transplantationsmedizin


05.06.16: Tag der Organspende: Kritik an anhaltender Intransparenz und mangelhafter Aufklärung bei Organspenden

Anläßlich des Tages der Organspende am 04.06.16 kritisiert der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) in einer Pressemitteilung die anhaltende Intransparenz und einseitige Aufklärung bei Organspenden durch die zuständigen Stellen.

Mehr zur Kritik am Tag der Organspende


18.04.16: Richtungsweisendes Urteil: Bundesgerichtshof zur Zulässigkeit einer Verdachtsberichterstattung über eine Organentnahme

BGH-EingangAm 12.04.16 hat der Bundesgerichtshof ein richtungsweisendes Urteil zur Zulässigkeit einer Verdachtsberichterstattung über eine Organentnahme gefällt. Geklagt hatte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) als bundesweite Koordinierungsstelle für postmortale Organspenden gegen die Tageszeitung taz und eine Journalistin wegen eines kritischen Artikels vom 8. Mai 2012. Darin ging es um den damaligen Medizinischen Vorstand der Klägerin sowie eine am 8./9. Dezember 2005 erfolgte Organentnahme.

Mehr dazu ausführlich in der Pressemitteilung des Bundesgerichtshof zur Zulässigkeit einer Verdachtsberichterstattung über eine Organentnahme

Pressefreiheit und Organspenden: BGH stärkt Meinungsfreiheit im Falle einer Verdachtsberichterstattung
Der BGH hat sich beim Thema Organspende eindeutig zum überragenden Wert der Meinungsfreiheit bekannt.
HAUFE.DE 14.04.16
 


20.02.2016 Verstößt die Nierenlebendspende gegen das Transplantationsgesetz?

Die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN e. V.) fordert eine juristisch-ethische Diskussion darüber, ob die Nierenlebendspende gegen das Transplantationsgesetz verstößt.

20.02.2016 Verstößt die Nierenlebendspende gegen das Transplantationsgesetz?


2015

  • 18.11.2015: Organspende und Hirntod-Kritik: Zwei neue Filme von Kritische Aufklärung über Organspende e.V. (KAO)

    Logo KAOLetzte Woche fand in Frankfurt eine Tagung der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO statt, in der es darum ging, die Situation von Angehörigen der "Organspender" zu betrachten. Nicht verwunderlich, kommt die DSO zu einer Einschätzung, die den Erfahrungen der Gründungsmitglieder des Vereins Kritische Aufklärung über Organspende e.V. (KAO) diametral entgegensteht: Der Opfertod der "Spender" sei ein großer Trost für die Hinterbliebenen.

    In zwei neuen Filmen, gedreht von der renommierten Fernsehjournalistin Silvia Matthies, die sich seit drei Jahrzehnten intensiv mit der Problematik von Hirntod und Organentnahme beschäftigt, werden Erfahrungen der verwaisten Eltern dargestellt, die Ihre Kinder zu einer Organspende freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt zu kennen und zu wissen, was eine Organentnahme nach festgestelltem Hirntod wirklich bedeutet.

    Mehr zu den neuen Filmen von Kritische Aufklärung über Organspende e.V. (KAO)
     

  • 04.08.15: Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlicht Handreichung zu Hirntod und Organspende

    DBK BannerAm 29.07.15 hat die Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) eine "Orientierungshilfe" zum Thema "Hirntod und Organspende" veröffentlicht. In dem 28-seitigen Papier kommen die Verfasser ungeachtet jahrelanger Kritik zu dem Schluss, "dass der Hirntod im Sinne des Ganzhirntodes nach unseren heutigen Erkenntnissen das beste und sicherste Kriterium für die Feststellung des Todes eines Menschen darstellt." Positiv ist, die Kirchenvertreter plädieren für eine umfassende Aufklärung und die "enge Zustimmungslösung". Mehr dazu in der Pressemitteilung der DBK.

    Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) übte unterdessen in einer Presseerklärung vom 04.08.15 scharfe Kritik an der kirchlichen "Orientierungshilfe". „Kritische Aufklärung über Organtransplantation e. V. ist entsetzt, dass die katholische Bischofskonferenz in Deutschland mit der Leugnung, dass die sogenannten „hirntoten Organspender“ Sterbende sind, in überkommen geglaubte Erklärungsmuster zurück fällt“, so der KAO-Vorsitzende Dr. M. Stahnke. Mehr dazu in der KAO-Mitteilung.

    Weitere Informationen:

    • Scharfe Kritik an DBK-Handreichung „Hirntod und Organspende“
      Bremen - Am 29. Juli veröffentlichte die Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) eine „Orientierungshilfe“ zu „Hirntod und Organspende“. In einer aktuellen Stellungnahme äußerte der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) scharfe Kritik an den kirchlichen Empfehlungen.
      PRESSEMITTEILUNG Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) 04.08.15
       
    • Handreichung zum Thema Hirntod und Organspende
      Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz legt Orientierungshilfe vor
      PRESSEMITTEILUNG Deutsche Bischofskonferenz 29.07.15
       
    • Hirntod und Organspende
      Handreichung der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz
      28 Seiten, 27.04.15 (Dort zu bestellen oder als Download im PDF-Format)
       
  • 24.02.15: Deutscher Ethikrat veröffentlicht Stellungnahme zum Thema Hirntod und Entscheidung zur Organspende

    Bild Screenshot Stellungnahme Deutscher Ethikrat "Hirntod und Entscheidung zur Organspende" vom 24.02.15Am 24.02.15 hat der Deutsche Ethikrat seine 189-seitige Stellungnahme "Hirntod und Entscheidung zur Organspende" vorgelegt. Darin befasst sich das Beratungsgremium ausführlich mit der Kontroverse um den Hirntod. und fordert Verbesserungen bei der Information und Kommunikation rund um die Organspende. Außerdem fordert er eine gesetzliche Regelung zu organprotektiven Maßnahmen bei potentielnnen Organspendern.

    Mehr dazu in der ausführlichen Presseerklärung des Ethikrates, einem besonders lesenswerten Artikel in der "Welt" und in der aktuellen Presseschau. Ein ausführliches Themenspecial folgt in Kürze.

2014

  • 07.06.14: Tag der Organspende am 7. Juni 2014: Start der neuen Ministeriums-Organspendekampagne 2014, Kritik an Hirntodfeststellung und mangelhafter Aufklärung bei Lebendspende
    Plakatmotiv zur Entscheidungslösung bei Organspenden
     
    Anlässlich des Tages der Organspende am 7. Juni 2014, haben das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am Tag zuvor mal wieder eine gemeinsame Organspendekampagne vorgestellt. Sie steht diesmal unter dem Motto "Ich entscheide. Informiert und aus Verantwortung."

    Im Kontrast zur Werbekampagne hat der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation (KAO) e.V. in einer Presseerklärung die mangelnde Kontrolle bei Hirntod-Feststellungen kritisiert und das Hirnversagen als Tod des Menschen grundsätzlich in Frage gestellt. Die Interessengemeinschaft Nierenlebensdspende e.V. (IGN) weist zudem auf erhebliche Probleme bei Lebendspenden hin und kritisiert ebenfalls mangelhafte Aufklärung.

    Mehr im Themenspecial zum Tag der Organspende am 7. Juni 2014
     

  • 28.04.14: Neue Stellungnahmen zu Organspende und Hirntod(-Fehldiagnosen), 2 Filmberichte und übersetzter Vortrag von A. Shewmon zu "Hirntod und Organentnahme"
    In letzter Zeit gab es in den Medien eine verstärkte Diskussion über die Feststellung des Hirntodes und diesbezügliche Fehldiagnosen. Anlaß war ein kritischer Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 18.02.14. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation hat die Vorwürfe erwartungsgemäß zurückgewiesen.

    Vor diesem Hintergrund und angesichts der rückläufigen Organspendezahlen haben diverse Berufsverbände und Andere Stellungnahmen zum Thema abgegeben. Dabei werden auch Forderungen nach Gesetzesänderungen für Transplantationen in Deutschland lauter. Nachfolgend eine Zusammenstellung zu Debatte.

    Ergänzend dazu hat der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) einen beachtenswerten älteren aber nach wie vor aktuellen übersetzten Vortrag von Prof. D. Alan Shewmon veröffentlicht.

    Mehr in einem Themenspecial zu Organspende und Hirntoddebatte
     

  • 21.01.14: Organspender-Zahlen in 2013 weiter stark gesunken - Kritik an fehlender Transparenz und einseitiger Information
    Symbolbild OrganentnahmeDie Zahl der Organentnahmen nach festgestelltem Hirntod sind auch in 2013 massiv zurückgegangen und haben einen historischen Tieftststand erreicht. Nach dem starken Rückgang der Organspenden in 2012 hat sich diese Entwicklung in 2013 noch weiter verschärft, teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am 15.01.14 in einer Presseaussendung zu den vorläufigen Zahlen aus dem Jahr 2013 mit. Grund seien die Transplantationsskandale, glaubt die DSO. Kritiker wie die Deutschen Stiftung Patientenschutz machen fehlende Intransparenz verantwortlich. Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) sieht die Ursachen eher in der anhaltenden einseitigen Information, die die Leute nicht mehr so leicht hinnehmen.

    Mehr im Themenspecial zu den Organspendezahlen 2013
     

  • Aktuell bis Mitte 2014: Aktionsaufruf: Untersuchung zur neuen Entscheidungsregelung bei Organspenden:
    Schicken Sie uns die Organspende-Informationsmaterialien Ihrer Krankenkasse / Behörde
    Bild Organspenderegelung
     
    Am 25. Mai 2012 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Entscheidungslösung bei Organspenden und zur Änderung des Transplantationsgesetzes verabschiedet. Das Gesetz zur Entscheidungslösung trat zum 1. November 2012 in Kraft. D.h. ab jetzt sollen die Krankenkassen regelmäßig alle Versicherten anschreiben und um eine Entscheidung pro oder contra Organspende nach dem Hirntod bitten. Darüber hinaus sollen die Behörden bei der Ausgabe von amtlichen Ausweisen wie z. B. Pass oder Führerschein Informationen zur Organspende ausgeben. Die Aufklärung soll dabei laut Gesetz "ergebnisoffen" sein. Wir möchten überprüfen wie "ergebnisoffen" die Aufklärung der Kassen wirklich ist. Daher bitten wir um Ihre Mithilfe bei dieser Untersuchung.

    Zum Aktionsaufruf: Schicken Sie uns die Organspende-Informationsmaterialien Ihrer Krankenkasse / Behörde


2013

  • 24.10.13: Evangelische Frauen in Deutschland positionieren sich zur Organtransplantation: Hirntod und Tod nicht länger gleichsetzen
    Die Mitgliederversammlung der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) hat Mitte der vergangenen Woche ein Positionspapier zur Organtransplantation beschlossen. Darin schließt sich der Dachverband der Frauenverbände in der evangelischen Kirche, der aus 38 Mitgliedsorganisationen mit insgesamt rund 3 Millionen Mitgliedern besteht, der zunehmenden Kritik am Hirntodkonzept an, das der Transplantationsmedizin in Deutschland zugrunde liegt.

    Mehr im Themenspecial zum Positionspapier der Evangelische Frauen in Deutschland zu Organspende und Hirntod
     

  • 05.09.13: Aufarbeitung nach Transplantationsskandalen: Prüfungs- und Überwachungskommission legen Bericht zu allen Lebertransplantationsprogrammen in Deutschland vor - Schwere Richtlinienverstöße auch in Münster
    Symbolbild Lebertransplantationsbericht
     
    Am 04.09.13 haben die Prüfungs- und die Überwachungskommission von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband ihren lange erwarteten Bericht zu den Vor-Ort-Prüfungen aller 24 Lebertransplantationsprogramme in Deutschland für die Jahre 2010 und 2011 vorgelegt.
    Schwerwiegende Richtlinienverstöße stellten die Prüfer in der Universitätsklinik Göttingen und Leipzig sowie in zahlenmäßig geringerem Ausmaß in München rechts der Isar und - neu - in Münster fest. Unbeanstandet blieben lediglich fünf Transplantationszentren. In den restlichen Zentren wurden nur solche Richtlinienverstöße festgestellt, "bei denen sich aufgrund der Umstände des Einzelfalls oder der geringen Anzahl kein Verdacht auf systematische oder bewusste Falschangaben zur Bevorzugung bestimmter Patienten ergab", heißt es in der Pressemitteilung zur Vorstellung des Berichts abwiegelnd.

    Mehr dazu im Themenspecial zum Bericht der Prüfungs- und Überwachungskommission zu allen Lebertransplantationsprogrammen in Deutschland
     

  • 30.07.13, eränzt am 19.08.13: Wachsende Zweifel am Hirntodkonzept: Kritische Fragen der Linksfraktion im Bundestag an die Bundesregierung zu Hirntod und Organspende
    Symbolbild HirntodfesstellungDie seit längerem in internationalen und deutschen Fachkreisen geführte Debatte über den umstrittenen Hirntod als Kriterium für eine Organentnahme sorgt nun auch im Deutschen Bundestag für kritische Fragen. Am 23.07.13 haben Abgeordnete der Fraktion Die Linke unter Verweis auf eine verbreitete Skepsis in Fachkreisen hinsichtlich der Hirntodkonzeption und der Hirntoddiagnostik eine sogenannte Kleine Anfrage an die Bundesregierung zum Thema Hirntod gestellt.

    Darin geht es in insgesamt 25 Einzelfragen unter anderem um die Feststellung der Diagnose "Hirntod" als Voraussetzung zur Organentnahme, die Ausgestaltung der Richtlinien, um Zweifel an der Hirntodkonzeption, um eine mögliche Änderung des Transplantationsgesetzes, die Qualität, Durchführung und Überprüfung der Hirntodfeststellung und die Qualifikation der beteiligten Ärzte, eine Unterstützung durch sogenannte Konsiliarteams der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), eine Überarbeitung der Richtlinie zur Hirntodfeststellung durch die Bundesärztekammer, sowie um eine verfassungsrechtliche Einschätzung der Problematik.

    Ergänzung vom 19.08.13: Am 08.08.13 hat die Bundesregierung ihre Antwort auf die Kleine Anfrage zum Hirntod vorgelegt. Fazit: Die Bundesregierung hält an der derzeitigen Regelung zur Organspende und Hirntodfeststellung fest und sieht keinen Änderungsbedarf. Diverse Fakten in der Anfrage werden abgebügelt, verleugnet oder als unproblematisch dargestellt.

    Mehr im Themenspecial zur Kleinen Anfrage der Linksfraktion zum Thema Hirntod
     

  • 20.07.13: Ein Jahr nach Beginn der Transplantationsskandale in Göttingen, Regensburg, München und Leipzig: Prüfbericht zu Lebertransplantationen für Anfang September erwartet
    Im Juli 2012 wurde ein in Deutschland bislang einmaliger Transplantationsskandal bekannt. Medienberichten zufolge soll ein ehemaliger leitender Transplantationsmediziner am Universitätsklinikum Göttingen in 25 Fällen Krankenakten gefälscht haben, um ausgewählte Patienten auf der Warteliste für eine Lebertransplantation nach oben zu schieben. Wenig später wurden auch in Regensburg, München und Leipzig Manipulationsverdachte laut. Vor diesem Hintergrund haben die für Transplantationen zuständige Prüfungskommission und die Überwachungskommission, in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband, mittlerweile Vor-Ort-Prüfungen in allen 24 Zentren durchgeführt, in denen Lebern transplantiert werden. Der Prüfbericht soll nun Anfang September vorgelegt werden. Die Prüfungen sind Teil des nach dem Transplantationsskandal im Sommer 2012 auf neuer gesetzlicher Grundlage ausgeweiteten Kontrollsystems im Transplantationswesen. .

    Mehr im Themenspecial zur Ankündigung des Prüfberichts der Lebertransplantationszentren in Deutschland
     

  • 15.06.13: Nach Transplantationsskandalen: Deutscher Bundestag beschließt Verschärfung des Transplantationsgesetzes
    Screenshot Beschlussempfehlung Gesundheitsausschuss, Deutscher Budnestag 12.06.13Der Deutsche Bundestag hat am 14.06.13 kurzfristig und im Eilverfahren eine erneute Änderung des Transplantationsgesetzes beschlossen. Damit werden Manipulationen bei der Organvergabe unter Strafe gestellt. Zudem werden die Richtlinien der Bundesärztekammer zur Organtransplantation einer Begründungspflicht unterworfen und unter den Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundesministerium für Gesundheit gestellt.

    Mit der von allen Fraktionen getragenen Änderung werden die Konsequenzen aus den bekannt gewordenen Manipulationen an Patientendaten an einzelnen Transplantationszentren gezogen. Vor dem Hintergrund der Skandale sind die Organspendezahlen in Deutschland massiv eingebrochen und das Vertrauen in das Transplantationssystem ins Wanken geraten. Mit der Änderung kurz vor der Bundestagswahl im September soll auch das verloren gegangene Vertrauen in das Transplantationssystem zurückgewonnen werden.

    Mehr dazu im Themenspecial zum Bundestagsbeschluss zur Verschärfung des Transplantationsgesetzes
     

  • 31.05.13: Tag der Organspende am 01.06.13: Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. fordert neutrale umfassende Information statt einseitige Werbung
    Logo KAO
     
    Bremen. Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) fordert anlässlich des Tages der Organspende am 1. Juni neutrale umfassende Information statt einseitiger Werbung und weist zudem auf mögliche Widersprüche in Patientenverfügungen zu Organspendeerklärungen hin.
    PRESSEMITTEILUNG Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) 31.05.13
  • 04.05.13: Experten fordern Gründung eines Bundesinstituts für Transplantationsmedizin - Fachgutachten für nationales Transplantationsregister in Auftrag gegeben
    In einem Aufruf in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung FAZ vom 29.04.13 haben der Generalsekretär des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) Rüdiger Strehl, zugleich Vorsitzender des Aufsichtsgremiums der Universitätsmedizin Göttingen, und Rüdiger Siewert, ehemaliger Leiter der Chirurgischen Klinik TU München und jetzt Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburgs, die Gründung eines Bundesinstituts für Transplantationsmedizin vorgeschlagen. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Organspende-Debatte analysieren sie in zehn Punkten die vergangene und derzeitige Situation im Transplantationswesen und machen konkrete Verbesserungsvorschläge.

    Zudem hat das Bundesministerium für Gesundheit am 30.04.13 ein Fachgutachten für ein nationales Transplantationsregister in Auftrag gegeben. Mit dem Gutachten soll die Einführung eines solchen Registers vorbereitet werden.

    Mehr im Themenspecial: Experten fordern Gründung eines Bundesinstituts für Transplantationsmedizin - Fachgutachten für nationales Transplantationsregister in Auftrag gegeben
     

  • 26.03.13: Bundesärztekammer-Arbeitspapier zu Patientenverfügung und Organspendeerklärung veröffentlicht - Orientierungshilfe für Ärzte in Konfliktsituationen
    Nach Ansicht der Bundesärztekammer (BÄK) muss es kein Widerspruch sein, wenn Menschen in einer Patientenverfügung lebensverlängernde Maßnahmen ausschließen und gleichzeitig ihre Organspendebereitschaft dokumentieren. Dies geht aus einem BÄK-Arbeitspapier zum Verhältnis von Patientenverfügung und Organspendeerklärung hervor, das am 19.03.13 in Berlin vorgestellt wurde. Das Papier soll eine Orientierungshilfe für Ärzte in Konfliktsituationen sein. Bei diversen Verbänden stieß die "Orientierungshilfe" jedoch auf massive Kritik.

    Mehr im Themenspecial: Bundesärztekammer-Arbeitspapier zu Patientenverfügung und Organspendeerklärung veröffentlicht - Orientierungshilfe für Ärzte in Konfliktsituationen
     

  • 04.01.13: Nach Göttingen, Regensburg und München: Transplantations-Skandal in Leipzig - Mediziner unter Manipulationsverdacht bei Organspende-Warteliste
    Symbolbild OrganentnahmeGleich zu Beginn des neuen Jahres sorgt ein neuer Transplantationsskandal für Schlagzeilen: Nach Göttingen, Regensburg und München gab es auch am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zahlreiche Verstöße gegen Richtlinien bei der Meldung von Kandidaten zur Lebertransplantation. Derzeit überprüfen vor dem Hintergrund der vorangegangenen aufgedeckten Skandale die Prüfungskommission und die Überwachungskommission von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband die Einhaltung der Transplantationsrichtlinien in allen deutschen Transplantationszentren. Wie die Uniklinik Leipzig am Neujahrstag in einer Presseerklärung mitteilte, habe eine am 10. Dezember 2012 begonnene Stichprobenprüfung der in den Jahren 2010 und 2011 am UKL lebertransplantierten Patienten Hinweise auf Dokumentationsmängel und Regelverstöße insbesondere bei der Angabe von Nierenersatzverfahren ergeben.

    Mehr im Themenspecial zum Transplantationsskandal in Leipzig
     


2012

  • 20.12.12: Textsammlung "Christliche / Kirchliche Texte zu Organspende und Hirntod"
    In der Organspende-Debatte wird immer wieder die Bereitschaft zur Organspende als "Akt der Nächstenliebe" angepriesen. Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation (KAO) e.V. hat dazu auf seiner Webseite in chronologischer Reihenfolge eine Auswahl an Veröffentlichungen insbesondere aus den Reihen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), dem Vatikan inkl. diverser zugehöriger Gremien sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zusammengestellt, die die Entwicklung widerspiegeln. Ergänzt wurde die Sammlung mit Texten christlich geprägter Organisationen bzw. von Theologen und Theologinnen. Dabei wird seit der ersten gemeinsamen Stellungnahme der EKD und DBK 1990 ein Wandel deutlich und zeigt, dass es durchaus auch kritische Stimmen von kirchlicher Seite zum Thema Hirntod und Organspende dazu gibt.

    Weiter zur Übersicht "Christliche / Kirchliche Texte zu Organspende und Hirntod" bei KAO
     

  • 14.11.12: Grüne wollen Organspende neu organisieren
    Gesundheit/Antrag
    Berlin: (hib/TVW) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will die Befugnisse in den Bereichen Organspende und Organtransplantation in Deutschland neu regeln. In einem entsprechenden Antrag (17/11308) konstatieren die Grünen, dass das System der Organspende in Deutschland – anders als in anderen europäischen Ländern wie beispielsweise Spanien – einer unzureichenden staatlichen Kontrolle unterliege.
    HIB Heute im Bundestag 14.11.12
     
  • 05.11.12: Vertrauensstelle "Transplantationsmedizin" eingerichtet
    Berlin. Die Prüfungskommission und die Überwachungskommission – in gemeinsamer Trägerschaft von Deutscher Krankenhausgesellschaft, GKV-Spitzenverband und Bundesärztekammer – haben eine unabhängige Vertrauensstelle „Transplantationsmedizin“ zur (auch anonymen) Meldung von Auffälligkeiten und Verstößen gegen das Transplantationsrecht eingerichtet.
    Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG von Prüfungskommission und Überwachungskommission, Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband 05.11.12
     
  • 03.11.12, ergänzt am 11.11.12: Organspende-Neuregelung zum 01.11.12: Erste Krankenkasse startet Anschreibeaktion - Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) gibt wichtige Hinweise zur Entscheidungslösung
    Zum 1. November 2012 trat das "Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz" in Kraft. Ziel ist eine Steigerung der Organspendezahlen. Ab sofort sollen die Krankenkassen daher alle Versicherten ab 16 Jahren anschreiben und dazu auffordern, eine Entscheidung für oder gegen eine Organentnahme nach dem Hirntod zu treffen und zu dokumentieren. Ebenso sollen Behörden beim Ausstellen von Ausweisen oder Führerscheinen Informationsmaterialien zur Organspende ausgeben.

    Als erstes hat die Techniker Krankenkasse (TK) diese Woche begonnen, ihre gut 7 Millionen Mitglieder mit einer 8-seitigen Sonderbroschüre inklusive beigefügtem Organspenderausweis anzuschreiben. Das soziale Netzwerk Facebook führte pünktlich zur Neuregelung in Deutschland neue Funktion zur Willensäußerung über Organspende ein. Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) gibt wichtige Hinweise zur Entscheidungslösung und das Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden startet einen Aktionsaufruf zur Überprüfung, wie "ergebnisoffen" die Kassen zur Organspende aufklären.
    Ergänzung 11.11.12: Unterdessen hat der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit von Mecklenburg-Vorpommern, Reinhard Dankert, eindringlich davor gewarnt, seine Organspendebereitschaft bei Facebook einzutragen.

    Mehr im Themenspecial zur Organspende-Neuregelung am 01.11.12
     

  • 06.10.12, ergänzt am 27.10.12: Nach Regensburg und Göttingen: Transplantationsskandal in Münchner Klinikum rechts der Isar
    Bild Klinikum rechts der IsarIm Klinikum rechts der Isar in München bahnt sich ein neuer Transplantationsskandal an. Auch dort soll gegen Regeln bei der Organverpflanzung verstoßen worden sein. Konkret geht es darum, dass in mindestens einem Fall manipulierte Laborwerte zu einer Transplantation geführt haben könnten. "Daher haben wir sofort die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und werden nun alles daran setzen, dass dieser äußerst bedauerliche Vorgang aufgeklärt wird", so Prof. Reiner Gradinger, Ärztlicher Direktor des Klinikums in einer Pressemitteilung vom 02.10.12. Doch dies scheint längst nicht alles zu sein, wie diverse Medien berichten...

    Ergänzung: Unterdessen scheint sich der Transplantationsskandal am Münchener Klinikum rechts der Isarauszuweiten. Auf Empfehlung des Aufsichtsratsvorsitzenden Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch hat der Vorstand des Klinikums rechts der Isar der TU München daher am 26.10.12 beschlossen, zunächst keine neuen Patienten auf die Warteliste für Lebertransplantationen aufzunehmen. Am 26.10.12 nahm auch eine Expertenkommission zur Überprüfung der bayerischen Transplantationszentren ihre Arbeit auf.

    Mehr im Themenspecial: Transplantationsskandal in Münchner Klinikum rechts der Isar
     

  • 16.10.12: Organspende - Wie gehe ich mit der "Entscheidungslösung" um?
    Logo KAOAm 1. November 2012 tritt die "Entscheidungslösung" bei Organspenden in Kraft. Das bedeutet, alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren erhalten in regelmäßigen Abständen Schreiben von ihrer Krankenkasse mit der Aufforderung, sich möglichst schriftlich zu erklären, ob sie "nach ihrem Tod" Organspender sein wollen oder nicht. Gemeint ist damit der "Hirntod". Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. - KAO hat dazu einige Infos zum Umgang mit der "Entscheidungslösung" zusammengestellt.

    KAO-Informationen zum Umgang mit der "Entscheidungslösung"
     

  • 07.09.12: Neuer Diskussionsstoff zur Organspendedebatte: Verdacht auf mögliche Bevorzugung von Privatpatienten bei Transplantationen
    H. TerpeDie Debatte um mehr Transparenz und Kontrolle bei Organspenden hat diese Woche neuen Diskussionsstoff bekommen. Der Grünen-Abgeordnete und Gesundheitsexperte Dr. Harald Terpe äußerte laut einem Bericht der Frankfurter Rundschau vom 03.09.12 den Verdacht, dass Privatpatienten bei der Vergabe von Organen offenbar bevorzugt werden. Er stützt dies auf Vergleiche von Zahlenmaterial von Eurotransplant zu durchgeführten Transplantationen und Zahlen auf der Warteliste. Dabei traten statistische Auffälligkeiten hervor, die erklärungsbedürftig sind.

    Mehr im Themenspecial: Neuer Diskussionsstoff zur Organspendedebatte - Verdacht auf mögliche Bevorzugung von Privatpatienten bei Transplantationen
     

  • 30.08.12: Spitzentreffen im Bundesgesundheitsministerium zu Transplantationsskandalen verspricht mehr Transparenz und Kontrolle bei Organspenden
    Spitzentreffen am 27.08.12 im BMG zu Organspendevorfällen
     
    Am 27.08.12 gab es ein Spitzentreffen im Bundesgesundheitsministerium zum Organspendeskandal. Dabei wurde ein umfangreiches Maßnahmepaket beschlossen. Nachfolgend haben wir ein umfangreiches Themenspecial mit Hintergrundinformationen und Reaktionen zusammengestellt.

    Mehr im Themenspecial zum Spitzentreffen im Bundesgesundheitsministerium zu Transplantationsskandalen

  • 17.08.12: Transplantationsskandal: Keine weiteren Verdachtsfälle in Regensburg - Anhaltende Diskussion über Konsequenzen
    Auch in dieser Woche stand das Thema Organspende im Mittelpunkt des Medieninteresses. "Die internen Untersuchungen aller Lebertransplantationen an den bayerischen Transplantationszentren haben bisher keine weiteren Verdachtsfälle innerhalb der letzten fünf Jahre ergeben. Auch gibt es an keinem der Zentren im Freistaat Bonuszahlungen für Transplantationen", erklärte der bayerische Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch am 13.08.12 im Rahmen eines Treffens mit Vertretern aller sechs Transplantationszentren in Bayern sowie des Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit. Zudem haben die Teilnehmer die Einführung des sogenannten "Sechs-Augen-Prinzips" beschlossen, bei denen Ärzte aus drei verschiedenen Fachbereichen die Abläufe bei einer Transplantation kontrollieren sollen. Künftig sollen Transplantationen im Freistaat stichprobenartig durch unabhängige Experten überprüft werden, kündigte der Minister an.

    Die Linksfraktion hat unterdessen eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung zu Verstößen gegen Richtlinien zur Organspende gestellt und die Siemens-Betriebskrankenkasse gab bekannt, angesichts der anhaltenden negativen Berichterstattung im Zusammenhang mit Transplantationen ihre für Oktober dieses Jahres geplante Versorgung ihrer einer Million Versicherten mit Organspendeausweisen erstmal zu verschieben.

    Mehr im Themenspecial zum Transplantationsskandal: Keine weiteren Verdachtsfälle in Regensburg - Anhaltende Diskussion über Konsequenzen
     

  • 11.08.12: Organspendeskandal: Steigende Zahl an beschleunigten Vermittlungsverfahren bei Transplantationen - Kommissionen, Bundesärztekammer, Deutsche Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband fordern mehr Transparenz und effizientere Kontrolle
    Symbolbild OrganenspendeVor dem Hintergrund des Transplantationsskandals in Göttingen und Regensburg der vergangenen Wochen kommen nun immer weitere brisante Fakten auf den Tisch. Wie jetzt bekannt wurde, werden offenbar seit einigen Jahren immer mehr Organe in den Transplantationszentren im so genannten "beschleunigten Verfahren" an der offiziellen Warteliste vorbei verpflanzt. Dies geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Dr. Harald Terpe hervor.
    Als Reaktion auf den anhaltenden Organspendeskandal haben unterdessen in einer gemeinsamen Erklärung vom 9. August die Prüfungskommission und Überwachungskommission, Bundesärztekammer, Deutsche Krankenhausgesellschaft und der GKV-Spitzenverband mehr Transparenz und effizientere Kontrolle in der Transplantationsmedizin angemahnt. Die Reaktionen darauf fielen weitgehend kritisch aus.

    Mehr im Themenspecial: Steigende Zahl an beschleunigten Vermittlungsverfahren bei Transplantationen - Kommissionen, Bundesärztekammer, Deutsche Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband fordern mehr Transparenz und effizientere Kontrolle
     

  • 04.08.12: Organspendeskandal weitet sich aus - Ermittlungen zu Transplantationen in Regensburg
    Der Organspendeskandal von Göttingen zieht immer weitere Kreise. Nun wurde bekannt, dass auch am Uniklinikum Regensburg in ebenfalls 23 Fällen der Verdacht besteht, dass Manipulationen von Krankendaten im Zusammenhang mit Lebertransplantationen vorgenommen wurden. Dies teilte der bayerische Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch am 02.08.12 in einer Presseaussendung mit.

    Mehr im Themenspecial: Organspendeskandal weitet sich aus - Ermittlungen zu Transplantationen in Regensburg
     

  • 28.07.12: Transplantations-Skandal in Göttingen - Mediziner unter Manipulationsverdacht bei Organspende-Warteliste
    Symbolbild OrganentnahmeVergangene Woche wurde ein bislang in Deutschland einmaliger Transplantationsskandal bekannt. Medienberichten zufolge soll ein ehemaliger leitender Transplantationsmediziner am Universitätsklinikum Göttingen in 25 Fällen Krankenakten gefälscht haben, um ausgewählte Patienten auf der Warteliste für eine Lebertransplantation nach oben zu schieben. Dabei wurden offenbar Laborwerte gefälscht, so dass die Patienten kränker erschienen als sie wirklich waren. Dadurch wurde ihnen von der zuständigen internationalen Organvermittlungsstelle Eurotransplant schneller eine Spenderleber zugeteilt.

    Mehr im Themenspecial zum Transplantations-Skandal in Göttingen - Mediziner unter Manipulationsverdacht bei Organspende-Warteliste
     

  • 26.05.12, ergänzt am 17.06.12: Bundestag verabschiedet Gesetz zur Entscheidungslösung bei Organspenden und Änderung des Transplantationsgesetzes
    Bild zur Abstimmung
     
    Am 25.05.12 hat der Deutsche Bundestag mit breiter Mehrheit das Gesetz zur Entscheidungslösung bei Organspenden und zur Änderung des Transplantationsgesetzes verabschiedet. Auch der Bundesrat hat am 15.06.12 beiden Gesetzen zugestimmt. Damit gibt es einige eingreifende Veränderungen im Vergleich zur bisherigen Regelung, von der nahezu alle Bürgerinnen und Bürger schon bald betroffen sein werden.

    Mehr im Themenspecial: Bundestag verabschiedet Gesetz zur Entscheidungslösung bei Organspenden und Änderung des Transplantationsgesetzes

  • 02.06.12: Tag der Organspende am 2. Juni 2012 - Kritiker fordern umfassende ehrliche Aufklärung statt anhaltender einseitiger Werbung pro Organspende
    Logo KAODer Deutsche Bundestag hat am 25. Mai die Novellierung des Transplantationsgesetzes verabschiedet. Am 2. Juni, dem bundesweiten "Tag der Organspende", werben Verbände und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit zahlreichen Aktionen um potentielle Organspender. Vor diesem Hintergrund kritisiert der Verein "Kritische Aufklärung über Organtransplantation - KAO e.V." die anhaltende einseitige Werbung pro Organspende und fordert stattdessen eine umfassende ehrliche Aufklärung über den Hirntod und die Organentnahme.

    Mehr im Themenspecial zum Tag der Organspende am 2. Juni 2012 - Kritiker fordern umfassende ehrliche Aufklärung statt anhaltender einseitiger Werbung pro Organspende


     
  • 18.05.12: Organspende-Debatte auf der Zielgeraden - Änderung des Transplantationsgesetzes und Entscheidungslösung am 25. Mai im Deutschen Bundestag vor Verabschiedung
    Am Freitag, den 25. Mai 2012, will der Deutsche Bundestag in zweiter und dritter Lesung über zwei Gesetzentwürfe zur Änderung des Transplantationsgesetzes abstimmen. Die Debatte beginnt laut Parlamentstagesordnung bereits um 9.00 Uhr, insgesamt sind eineinhalb Stunden eingeplant. Zur Verabschiedung stehen zwei Gesetze: Eines zur Änderung des Transplantationsgesetzes und eines zur Einführung der Entscheidungslösung bei Organspenden. Die erste Beratung beider Gesetzentwürfe gab es bereits am 22. März im Bundestag.

    Mehr im Themenspecial:Organspende-Debatte auf der Zielgeraden - Änderung des Transplantationsgesetzes und Entscheidungslösung am 25. Mai im Deutschen Bundestag vor Verabschiedung
     

  • 12.05.12: Nichts hören, nichts sehen, nichts ändern - Regierung gegen verbindliche Richtlinien für Angehörigengespräche bei Organspende
    Bild Antwort
     
    Die Bundesregierung hält die Schaffung allgemein verbindlicher Richtlinien für den Ablauf von Angehörigengesprächen bei postmortalen Organspenden nicht für empfehlenswert. "Die im Zusammenhang mit einer möglichen Organspende stehenden individuellen und komplexen Detailfragen" könnten darin nicht abgebildet werden, heißt es in der jetzt veröffentlichten Antwort der Regierung vom 16. April auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag.

    Mehr im Themenspecial: Nichts hören, nichts sehen, nichts ändern - Regierung gegen verbindliche Richtlinien für Angehörigengespräche bei Organspende
     

  • 31.03.12: Vertrauliches Wirtschaftsprüfer-Gutachten vorgelegt - Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) weiter in der Kritik
    Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) steht weiter unter massiver Kritik. Seit Herbst 2011 berichten diverse Medien immer wieder über wenig vertrauenserweckende oder gar skandalöse Machenschaften bei der DSO. Die Stiftung ist die nach dem Transplantationsgesetz beauftragte Koordinierungsstelle für die Organspende in Deutschland. Im Raum stehen u. a. anonyme Vorwürfe der "Vetternwirtschaft und Selbstbedienungsmentalität" gegen den medizinischen und kaufmännischen DSO-Vorstand.
    Am 22.03.12 berichtete die Frankfurter Rundschau über ein Gutachten einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu den Vorwürfen, das dem Bundesgesundheitsministerium vorliegt. Ende dieser Woche berichteten zudem diverse andere Zeitungen über die Inhalte des Gutachtens und auch der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages befasste sich am 28.03.12 mit der Angelegenheit. Dabei kamen durchaus fragwürdige Dinge ans Licht.

    Mehr im Themenspecial: Vertrauliches Wirtschaftsprüfer-Gutachten vorgelegt - Deutsche Stiftung Organtransplantation weiter in der Kritik
     

  • 23.03.12: Friede, Freude, kleine Reiberei: Fraktionsübergreifende Einigkeit bei erster Bundestagberatung über Organspende-Gesetzentwurf zur Entscheidungslösung
    PlenarsaalAm 22. März 2012 debattierten die Abgeordneten des Deutsche Bundestages in erster Lesung über zwei Gesetzentwürfe zur Änderung des Transplantationsgesetzes.
    Insgesamt war die Debatte geprägt von weitgehender Einigkeit und Selbstzufriedenheit mit den vorliegenden Texten. Die Frage des Hirntodes als Kriterium für eine Organentnahme wurde von allen Abgeordneten allenfalls am Rande erwähnt, wenn überhaupt. Ansonsten beherrschten weitgehend die Schlagworte "Lebensretter", "Nächstenliebe", "Verantwortung", "Pflichtgefühl", "Solidarität mit Kranken", und "Selbstbestimmung" die Debatte, verbunden mit der Forderung ein "starkes Signal" zu setzen. Lediglich die mögliche Speicherung der Organspende-Entscheidung auf der elektronischen Gesundheitskarte sorgte für etwas Reibung.
    Ausführliche Hintergundinfos mit Zitaten aus der Debatte und einer Presseschau finden Sie im folgenden Themenspecial.

    Zum Themenspecial: Friede, Freude, kleine Reiberei - Fraktionsübergreifende Einigkeit bei erster Bundestagberatung über Organspende-Gesetzentwurf zur Entscheidungslösung
     

  • 22.03.12: Prüfbericht zu Vorwürfen gegen die Deutsche Stiftung Organtranplantation (DSO) bleibt unter Verschluss
    Im Zuge der aktuellen Organspendedebatte ist der Vorstand der Deutschen Stiftung Organstransplantation (DSO) in den Fokus massiver Kritik geraten. Die DSO ist bundesweit zuständig für die Koordinierung der Entnahme und Transplantation von Organen. Mittlerweile liegt ein Bericht dazu beim Bundesgesundheitsministerium vor, der pikanterweise jedoch unter Verschluss gehalten werden soll. Selbst Zitate daraus seien untersagt, heißt es. Mehr dazu in den folgenden Artikeln und im Themenspecial vom 15.10.11.

    Gesetz zur Organspende: Organspende-Stiftung hält Gutachten zurück
    Von Timot Szent-Ivanyi
    Heute soll im Bundestag erstmals über den Gesetzentwurf zur Organspende debattiert werden. Gleichzeitig fällt ein Schatten auf gerade die Organisation, die in Deutschland für Organspenden verantwortlich ist. Es geht um den Vorwurf der Geldverschwendung.
    BERLINER ZEITUNG 22.03.12

    Vorwürfe gegen die DSO-Spitze?
    Der Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) verhindert einem Medienbericht zufolge die Veröffentlichung eines Gutachtens, in dem Vorwürfe gegen die DSO-Spitze untersucht wurden.
    DER WESTEN 22.03.12

    Deutsche Stiftung Organtransplantation - Prüfungsbericht nicht ans Parlament?
    Oliver Tolmein
    FAZ.NET Blog Biopolitik 21.03.12

    Themenspecial vom 15.10.11: Schwere Vorwürfe gegen Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation DSO - "Vetternwirtschaft und Selbstbedienungsmentalität"?
     

  • 21.03.12: Organspenderegelung: Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden fordert Hirntod-Debatte und vollständige Aufklärung
    Logo Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei OrganspendenMünchen (21.03.12). Am 22. März berät der Deutsche Bundestag erstmals über einen fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf zur Entscheidungslösung bei Organspenden. Das "Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden", ein Zusammenschluss diverser Organisationen, Vereine, Arbeitsgemeinschaften und Einzelunterstützer warnt vor diesem Hintergrund vor einer vorschnellen Verabschiedung des Gesetzes ohne ernsthafte und ausführliche Diskussion über den Hirntod als Kriterium einer Organentnahme. Denn der Hirntod ist nicht der Tod des Menschen, sondern ein Prozess im Sterben, der durch eine Organentnahme auf drastische Weise unterbrochen wird. Dies belegen diverse neuere Fachpublikationen. Das Bündnis kritisiert zudem die einseitige Ausrichtung des Gesetzentwurfs pro Organspende und fordert eine stärkere Berücksichtigung der Aufklärung über die Folgen für die potentiellen Organspender, wenn diese einer Organentnahme im Falle des Hirntodes zustimmen.

    Weiter zur Pressemitteilung: Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden fordert Hirntod-Debatte und vollständige Aufklärung
     

  • 16.03.12: Neuregelung der Organspende - Erste Beratung im Deutschen Bundestag über Gesetzentwurf zur Entscheidungslösung am 22.03.12
    Bild GesetzentwurfDer Deutsche Bundestag berät am 22.03.12 in erster Lesung über einen fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf zur Entscheidungslösung bei Organspenden, zusammen mit einem seit Oktober 2011 vorliegenden weiteren Gesetzentwurf zur Änderung des Transplantationsgesetzes (Drucksache 17/7376), mit dem eine EU-Richtlinie umgesetzt werden soll. Die Beratungen beginnen um 9.00 Uhr. Für die Aussprache, die online auf der Webseite des Bundestages übertragen wird, sind zwei Stunden vorgesehen.

    Mehr im Themenspecial zur Neuregelung der Organspende - Erste Beratung im Deutschen Bundestag über Gesetzentwurf zur Entscheidungslösung am 22.03.12
     

  • 09.03.12: Neuregelung der Organspende - Offener Brief der Initiative "Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO)" an Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert
    Logo KAOAlle fünf Fraktionen des Bundestags haben sich am 1.3.2012 in einem Arbeitsentwurf auf die Erklärungslösung bei Organspenden geeinigt. Von einigen Journalisten wurde diese Vereinbarung sogar als "Sternstunde des Parlaments" bezeichnet. Vor diesem Hintergrund hat die Initiative "Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO)" einen offenen Brief an Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert verfasst.

    Zum Offenen Brief von KAO an Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert zur Organspenderegelung
     

  • 08.03.12: Vorschlag zum Zukunftsdialog Deutschland: Wahrheitsgemäße Aufklärung über Hirntod und Organspende
    Derzeit führt Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer Internetpalttform einen "Dialog über Deutschlands Zukunft". Dort kann jede(r) Vorschläge einreichen und bewerten. Dr. med. Regina Breul hat dazu am 08.03.12 einen Vorschlag zum Thema "Wahrheitsgemäße Aufklärung über Hirntod und Organspende" eingereicht. Es wäre hilfreich, wenn Sie diesen Vorschlag mit Ihrer Stimme mit einem Mausklick unterstützen würden. Ausführliche Hintergrundinfos, was es mit dem Zukunfstdialog auf sich hat, finden Sie auf der untenstehenden Webseite.

    Zum Vorschlag "Wahrheitsgemäße Aufklärung über Hirntod und Organspende"
     

  • 04.03.12, ergänzt am 14.03.12: Neuregelung der Organspende - Einigung unter Fraktionsvorsitzenden für Entscheidungslösung
    Illustration Organspende-EinigungNach monatelangem Tauziehen haben sich Fachpolitiker aller Fraktionen des Deutschen Bundestags am 01.03.12 auf eine Neuregelung der Organspende geeinigt. Künftig sollen alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren regelmäßig von ihren Krankenkassen per Post angeschrieben, über die Organspende informiert und zur Abgabe einer Erklärung aufgefordert werden. Erstmalig soll dies schon in diesem Jahr geschehen, ein weiteres Mal in zwei Jahren. Nach der Aufforderung im Jahr 2017 alle fünf Jahre. Dies berichtete Jens Spahn, an den Verhandlungen beteiligter gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

    Ergänzung 14.03.12: Unterdessen haben die Grünen im Bundestag offenbar den unter den Fraktionsspitzen getroffenen Konsens zur Änderung des Organspendegesetzes überraschend wieder in Frage gestellt und einen Änderungsantrag zum Organspende-Gesetzentwurf vorgelegt. Grund seien Bedenken über mangelnden Datenschutz, wenn die Willensbekundung auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden soll

    Mehr im Themenspecial: Neuregelung der Organspende - Einigung unter Fraktionsvorsitzenden für Entscheidungslösung
     

  • 22.02.12: Besondere Veranstaltungshinweise zur Organspendedebatte für März 2012
    Im März gibt es zwei besonders erwähnenswerte Veranstaltungen zur Organspende-Debatte. Hintergrund ist die angestrebte Änderung der Organspenderegelung und die Debatte um den Hirntod als Kriterium für eine Organentnahme.
    1. 21. März 2012, Berlin: Forum Bioethik: "Hirntod und Organentnahme. Gibt es neue Erkenntnisse zum Ende des menschlichen Lebens?"
      Veranstalter: Deutscher Ethikrat
       
    2. 23. - 24. März, Essen: Tagung "Organspende - gesellschaftlich umstritten, öffentlich undurchschaubar, politisch gefördert"
      Veranstalter: BioSkop e.V. und Hospizverein Omega e.V.

    Ausführliche Informationen zu den jeweiligen Veranstaltungen.
     

  • 10.02.12: Zahl der Gewebespender deutlich gestiegen
    Hannover – Die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) hat im vergangenen Jahr 22 Prozent mehr Gewebetransplantate an Patienten vermittelt. Insgesamt haben 1.592 Menschen im gemeinnützigen Netzwerk der DGFG Gewebe gespendet. Die Zahl derjenigen, die nach ihrem Tod anderen Menschen mit einer Gewebespende geholfen haben, ist damit um fast 10 Prozent gestiegen.
    PRESSEMITTEILUNG Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation - Gemeinnützige Gesellschaft mbH 10.02.12
     
  • 02.02.12 Organspender-Gewinnung: In neun von zehn Fällen entscheiden Angehörige über Organentnahme - Vorwürfe der Manipulation bei Angehörigengesprächen
    AngehörigengesprächeIn neun von zehn Fällen werden die Angehörigen derzeit über eine mögliche Organspende befragt, weil der hirntote Patient seinen Willen nicht dokumentiert hat. Diese aktuellen vorläufigen Zahlen aus dem Jahr 2011 hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am 30. Januar vorgelegt. Demnach geben laut Umfragen zwar rund 20 Prozent der Deutschen an, einen Organspendeausweis zu besitzen, in der Realität im Krankenhaus sehe dies jedoch anders aus. Nur knapp sieben Prozent haben laut DSO ihre Entscheidung zur Organspende schriftlich, zum Beispiel in einem Organspendeausweis hinterlegt und damit zu Lebzeiten eine Entscheidung getroffen.
    Zudem wurden Vorwürfe laut, dass manipulative Methoden der Gesprächsführung wie das sogenannte Neurolingustistische Programmieren (NLP) genutzt werden bzw. wurden, um Angehörige von Hirntoten zu einem Einverständnis in eine Organentnahme zu überreden.

    Mehr im Themenspecial: In neun von zehn Fällen entscheiden Angehörige über Organentnahme - Vorwürfe der Manipulation bei Angehörigengesprächen
     

  • 14.01.12: Rückgang der Organspenderzahlen 2011 - Suche nach den Ursachen
    Screenshot DSO-Bericht 2011Am 12. Januar 2012 hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) ihre aktuellen Zahlen zur Organspende für 2011 vorgelegt. Demnach ist die Zahl derjenigen, denen nach Feststellung des Hirntodes Organe entnommen wurden im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent gesunken und fiel fast auf das Niveau von 2008 zurück. Ein Grund sieht die DSO in der Zunahme von Patientenverfügungen und vorzeitigem Therapieabbruch.

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  • 12.01.12 Wachsende Kritik am Hirntodkonzept und geplanter Erklärungslösung zur Organspende
    Gegen die geplante Neuregelung der Organspende regt sich zunehmend Widerstand. Eine Anfang Dezember letzten Jahres gegründete Ärzteinitiative "Ad-Hoc-Gruppe Hirntod" (AGH) spricht sich gegen die laufende Organspendekampagne und den geplanten Gesetzentwurf aus und warnt vor falschen Voraussetzungen bei der Organentnahme in der Transplantationsmedizin. Zudem gibt es zwei offfene Briefe an Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Organspende-Debatte.

    Mehr im Themenspecial: Wachsende Kritik am Hirntodkonzept und geplanter Erklärungslösung zur Organspende
     

  • 10.01.12: Offener Brief von "KAO - Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V." zur Organspende-Debatte
    Der folgende Brief an die Bundeskanzlerin, an die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel, an den Gesundheitsminister Herrn Daniel Bahr, an die Justizministerin Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sowie an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestags und alle Mitglieder des Bundesrats formuliert unsere entscheidenden Bedenken gegen die geplante Einführung der Erklärungslösung bei Organentnahmen.

    Offener Brief von KAO zur Organpspendedebatte (Januar 2012)


     

2011

  • 22.12.11: Debatte um Organspende-Regelung: Deutsche Hospiz Stiftung stellt sechs zentrale Fragen zur Organspende vor
    Screenshot 6 FragenVor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um eine Neuregelung der Organspende hat die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung am 21. Dezember 2011 in Berlin mit sechs zentralen Fragen auf die Mängel des Transplantationsgesetzes aufmerksam gemacht. Der Geschäftsführende Vorstand, Eugen Brysch, forderte in einer Pressemitteilung Aufklärung, um Angst und Misstrauen der Bevölkerung zu beenden. "Wir wollen damit auch einen Beitrag leisten, Organspende in Deutschland zu fördern", betonte Brysch.

    Mehr im Themenspecial zur Debatte um Organspende-Regelung: Deutsche Hospiz Stiftung stellt sechs zentrale Fragen zur Organspende vor
     
     

  • 21.12.11: Infobroschüre "Organspende - die verschwiegene Seite. Angehörige berichten"
    Titelbild BroschüreAb sofort ist die 48-seitige Infobroschüre "Organspende - die verschwiegene Seite" der Initiative "Kritische Aufklärung über Organstransplantation (KAO) e.V." in der aktualisierten Fassung 2011 als Download abrufbar. Darin berichten Angehörige ihre Sicht zum Thema Organspende und Hirntod.

    PDF Infobroschüre "Organspende - die verschwiegene Seite. Angehörige berichten"
    48 Seiten (2,3 Mb)
     
     
     
     

  • 15.12.11: Vertrauliches Gutachten bescheinigt nur geringes Potential zur Erhöhung der Organspenderzahlen
    In der Debatte um eine Neuregelung der Organspende sorgt ein vertrauliches Gutachten des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) für neuen Sprengstoff. Aus dem inoffiziellen und bereits 2009 von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in Auftrag gegebene Gutachten geht hervor, dass das Potential, die Organspende in Deutschland zu steigern, weit geringer ist, als bisher angenommen.

    Mehr im Themenspecial: Vertrauliches Gutachten bescheinigt nur geringes Potential zur Erhöhung der Organspenderzahlen
     

  • 25.11.11: Fraktionsübergreifende Einigung bei Organspende-Regelung: Gruppenantrag zur Organspende soll bis zum Jahresende erarbeitet werden
    Illustration Organspende-EinigungIn der Debatte um eine Änderung der Organspenderegelung haben sich die Vorsitzenden aller Bundestagsfraktionen bei einem Treffen auf erste gemeinsame Ziele geeinigt. "In dem Gespräch der Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU, SPD, FDP, Linken und Grünen unter Beteiligung der Fachpolitiker der Fraktionen wurde vereinbart, zur Organspende einen Gruppenantrag aus der Mitte des Parlaments zu erarbeiten, der von allen Fraktionsvorsitzenden mitgetragen und unterzeichnet wird. Es ist das gemeinsame Ziel, die Zahl der Organspender in Deutschland zu erhöhen." Dies erklärten die Bundestagsabgeordneten und fachpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen, Dr. Martina Bunge (Die Linke), Gabriele Molitor (FDP), Dr. Carola Reimann (SPD), Jens Spahn (CDU) und Dr. Harald Terpe (Bündnis 90/Die Grünen) in einer gemeinsamen Pressemitteilung am 24.11.11.

    Mehr im Themenspecial Fraktionsübergreifende Einigung bei Organspende-Regelung: Gruppenantrag zur Organspende soll bis zum Jahresende erarbeitet werden
     

  • 11.11.11: Organspende-Regelung: Neue Angebote zur fraktionsübergreifenden Einigung - Gesundheitsministerbrief an die Fraktionen - Linke ausgeschlossen
    Bild Bundesgesundheitsminister BahrIn der Debatte um eine Änderung des Transplantationsgesetzes ist wieder Bewegung gekommen. Nachdem Ende Oktober gemeldet wurde, dass die Verhandlungen zwischen SPD- und Unionsabgeordneten über eine Entscheidungslösung zur Organspende offenbar feststecken, wenn nicht sogar gescheitert sind, heißt es nun Medienberichten von Mitte der Woche zufolge, es werde wieder weiter um eine fraktionsübergreifende Einigung gerungen. Die Fraktionsspitzen wollen sich dazu noch im November treffen.

    Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat zudem einen Brief an alle Fraktionsvorsitzenden - mit Ausnahme der Linken - verschickt mit konkreten Regelungsvorschlägen für eine Entscheidungslösung bei Organspenden. Dies stieß allerdings auf wenig Gegenliebe bei SPD und Union. Und der Fraktionschef der Linken, Dr. Gregor Gysi zeigte sich in einem persönlichen Brief an Bahr höchst verärgert über den Verhandlungsausschluss.

    Mehr im Themenspecial Organspende-Regelung: Neue Angebote zur fraktionsübergreifenden Einigung - Gesundheitsministerbrief an die Fraktionen - Linke ausgeschlossen
     

  • 04.11.11: Gegenäußerung der Bundesregierung zur Stellungnahme des Bundesrates zum Gesetzentwurf zur Änderung des Transplantationsgesetzes (TPG) vorgelegt
    Vor kurzem hat die Bundesregierung ihre Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrates zum Gesetzentwurf zur Änderung des Transplantationsgesetzes (TPG) vorgelegt. Ausführliche Infos dazu finden Sie in den folgenden Beiträgen.

    Regierung will Thema Organspendebereitschaft im Verfahren zur Änderung des Transplantationsgesetzes aufgreifen
    Gesundheit/Gesetzentwurf
    Berlin: (hib/MPI) Die Bundesregierung strebt eine baldige Regelung zur Erhöhung der Organspendebereitschaft an. Wie aus der Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrates zum Gesetzentwurf zur Änderung des Transplantationsgesetzes (TPG) (17/7376) hervorgeht, will die Regierung "Maßnahmen ergreifen, die dazu führen, dass mehr Menschen sich zu Lebzeiten mit dem Thema Organspende auseinandersetzen".
    HIB Heute im Bundestag 03.11.11

    Siehe dazu:

    PDF Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Transplantationsgesetzes
    Gesetzentwurf der Bundesregierung
    Deutscher Bundestag 17. Wahlperiode, Drucksache 17/7376, 19.10.11 (60 Seiten)

    Bundesregierung lehnt Erklärungslösung für Organspende ab
    Berlin - Die Bundesregierung lehnt die Einführung einer sogenannten verpflichtenden Erklärungslösung bei der Organspende ab.
    AERZTEBLATT.DE 03.11.11
    Anm.: Die Überschrift ist etwas irreführend.
     

  • 21.10.11: Bundesärztekammer stellt Modell einer Selbstbestimmungslösung zur Organspende vor - Petitionsausschuss des Bundestages zur Speicherung der Organspendeentscheidung - Geplatzte Verhandlungen von Union und SPD
    SymbolbildVor dem Hintergrund der Debatte um eine Neuregelung der Organspende hat die Bundesärztekammer (BÄK) ein "Modell einer Selbstbestimmungslösung zur Einwilligung in die Organ- und Gewebespende" erarbeitet, am 18.10.11 vorgestellt und der Politik zugeleitet. Nach dem BÄK-Modell sollen Krankenkassen, private Krankenversicherungen und Meldebehörden regelmäßig eine Erklärung zur Organspende nachfragen.
     
    Symbolbild 2Am selben Tag hat sich außerdem der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages mit der Frage nach der Speicherung der Organspende-Entscheidung befasst. In einer Petition hatte ein Bürger angeregt, die Antwort zur Frage nach einer Organspende auf dem neuen elektronischen Personalausweis zu speichern.
     
    Am 21.10.11 wurde in den Medien gemeldet, dass die Verhandlungen zwischen SPD- und Unionsabgeordneten über eine Entscheidungslösung zur Organspende offenbar feststecken, wenn nicht sogar gescheitert sind.
    Wir haben zu den Ereignissen ein ausführliches Themenspecial zusammengestellt.

    Mehr im Themenspecial: Bundesärztekammer stellt Modell einer Selbstbestimmungslösung zur Organspende vor - Petitionsausschuss des Bundestages zur Speicherung der Organspendeentscheidung - Geplatzte Verhandlungen von Union und SPD
     

  • 15.10.11: Schwere Vorwürfe gegen Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation DSO - "Vetternwirtschaft und Selbstbedienungsmentalität"?
    Im Zuge der aktuellen Organspendedebatte ist der Vorstand der Deutschen Stiftung Organstransplantation (DSO) in den Fokus massiver Kritik geraten. Die DSO ist bundesweit zuständig für die Koordinierung der Entnahme und Transplantation von Organen. In einer anonymen Rundmail vom 07.10.11, die laut diverser Berichte in der TAZ, dem Tagesspiegel, dem FAZ.NET Blog Biopolitik und der Ärztezeitung unter anderem an Gesundheitsminister Daniel Bahr und Abgeordnete des Gesundheitsausschusses, Vertreter von Krankenkassen sowie Ärzte in den Transplantationszentren ging, werfen angebliche Mitarbeiter der DSO dem Vorstand "Führungsstil nach Gutsherrenart", "Vetternwirtschaft und Selbstbedienungsmentalität", Mobbing, Konzeptlosigkeit und "Verschwendung von Krankenkassengeldern" vor. In dem Schreiben wird dem Vorstand zudem vorgeworfen, damit mit Schuld an den diesjährigen erheblich gesunkenen Organspendezahlen zu sein.

    Mehr im Themenspecial: Schwere Vorwürfe gegen Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation DSO - "Vetternwirtschaft und Selbstbedienungsmentalität"?
     

  • 07.10.11: Bischöfe für Entscheidungslösung bei Organspende und offene Debatte über Todeszeitpunkt
    DBK-BannerIn der Debatte um eine Neuregelung der Organspende haben sich der Vorsitzende der Unterkommission Bioethik der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Bistum Rottenburg-Stuttgart) und Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger (Bistum Augsburg) für eine Entscheidungslösung und gegen die Einführung einer Widerspruchsregelung ausgesprochen. Organspende sei "ein Akt der Nächstenliebe" die "als Ausdruck großherziger Solidarität gefördert werden" solle, wie es der Katechismus der Katholischen Kirche fordere. "Diese klare Zustimmung zur Organspende wird allerdings von ebenso klar formulierten Bedingungen abhängig gemacht, die es einzuhalten gilt", sagte Bischof Fürst am 06.10.11 bei einem Pressegespräch anlässlich der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda.

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  • 28.09.11: Bundesgesundheitsminister Bahr legt eigenen Gesetzesvorschlag zur Organspende vor - DAK-Umfrage zur Entscheidungslösung
    Bild Bundesgesundheitsminister BahrDrei Tage nach dem Beschluss des Bundesrates für eine Entscheidungslösung in der Frage einer Organspende sorgte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) zum Wochenanfang am 26.09.11 mit einem Vorschlag zur Organspende für Wirbel in den Medien und bei Parlamentskollegen. Konkret forderte Bahr die gesetzlichen Krankenkassen dazu zu verpflichten, alle Versicherten über 16 Jahren über das Thema Organspende zu informieren und zu ihrer Organspendebereitschaft zu befragen. Das Ergebnis könne dann auf der neuen elektronischen Gesundheitskarte, die demnächst ausgegeben wird, gespeichert werden, bzw. auf einem eigenen Organspendeausweis.

    Zu den Vorschlägen des Bundesgesundheitsministers hat die DAK-Krankenkasse umgehend eine passende Umfrage präsentiert. Demnach begrüßt die Mehrheit der Deutschen politische Überlegungen, die Bereitschaft zur Organspende mit einer generellen Bürgerbefragung zu erhöhen. Konkret erklärten 72 Prozent der Befragten, sie fänden den Vorschlag "gut".

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  • 27.09.11: Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden offiziell gestartet
    Logo Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei OrganspendenVor dem Hintergund der seit längerem laufenden Debatte um eine Neuregelung des Transplantationsgesetzes, mit der die Zahl der Organspender gesteigert werden soll, hat sich ein "Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden" formiert. Das Bündnis ist ein Zusammenschluss diverser Organisationen, Arbeitsgemeinschaften, Vereinen und Einzelunterstützer, die sich gegen die geplante Änderung des Transplantationsgesetzes aussprechen. Am 27.09.11 wurde dazu ein "Appell zur Organspendedebatte in Deutschland" veröffentlicht und die eigene Bündniswebseite mit zahlreichen Hintergrundinfos zur Debatte freigeschaltet.

    Pressemitteilung zum Bündnisstart und dem Appell zur Organspende-Debatte in Deutschland
    27.09.11

    Appell zur Organspende-Debatte in Deutschland
    Vom Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden, veröffentlicht 27.09.11

    www.organspende-widerspruch.de - Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden
     

  • 24.09.11: Bundesrat für Entscheidungslösung bei Organspende - Bundesärztekammer vollzieht aus juristischen Gründen Wandel bei Erklärungspflicht
    Der Bundesrat fordert in seiner am 23.09.11 vorgelegten Stellungnahme zu einem Gesetzentwurf der Bundesregierung, mit dem sie die Europäische Transplantations-Richtlinie in deutsches Recht umsetzen will, die derzeit geltende erweiterte Zustimmungslösung zur Organspende in eine Erklärungslösung umzuwandeln. Die Länderkammer folgt damit einem Beschluss des Gesundheitsausschusses von Anfang September.

    Bild MontgomeryIm Zusammenhang mit der Erklärungslösung vollzog die Bundesärztekammer unterdessen einen bemerkenswerten Wandel. Auf dem 114. Deutsche Ärztetag im Juni 2011 hatten die Delegierten den Beschluss für eine "Selbstbestimmungslösung mit Information und Erklärungspflicht" gefasst, im Glauben, es sei möglich, jeden Bürger zu einer klaren Aussage für oder gegen die Organspende verpflichten zu können. In einem Interview mit der "Berliner Zeitung" vom 19.09.11 erklärte Bundesärztekammerpräsident Dr. Frank Ulrich Montgomery nun eine Abkehr von den Beschlüssen - aus juristischen Gründen.

    Mehr im Themenspecial: Bundesrat für Entscheidungslösung bei Organspende - Bundesärztekammer vollzieht aus juristischen Gründen Wandel bei Erklärungspflicht
     
     

  • 09.09.11: Bundesrats-Gesundheitsausschuss für Entscheidungslösung bei Organspende - NRW legt eigenen Vorschlag zur Umsetzung vor
    Bild SitzungssaalIn der Debatte um eine Neuregelung der Organspende hat der Gesundheitsausschuss des Bundesrates am 07.09.11 einen Beschluss für eine sogenannte Entscheidungs- bzw. Erklärungslösung gefasst. Damit soll die derzeitige erweiterte Zustimmungslösung in eine Erklärungslösung umgewandelt werden, die jeden Bürger in einem geregelten Verfahren zu einer persönlichen Entscheidung auffordert, einer potenziellen Organspende zuzustimmen, nicht zuzustimmen oder sich nicht zu erklären. Bei unterbliebener Erklärung soll eine Organspende dann erlaubt sein, wenn die nächsten Angehörigen zustimmen.
    Zudem hat Nordrhein-Westfalen einen eigenen Vorschlag zur Umsetzung der Entscheidungslösung in den Bundesrats-Gesundheitsausschuss eingebracht. Der Vorschlag wurde dort jedoch abgelehnt. Er wurde nun von NRW-Gesundheitsministerin Steffens an die Fraktionsvorsitzenden des Bundestages verschickt.

    Mehr im Themenspecial: Bundesrats-Gesundheitsausschuss für Entscheidungslösung bei Organspende - NRW legt eigenen Vorschlag zur Umsetzung vor.
     

  • 15.07.11: Online-Petition beim Deutschen Bundestag zur Organspenderegelung
    Derzeit läuft auf der Webseite des Deutschen Bundestages eine öffentliche Petition zu Regelungen zur Organspende. Der Petent fordert u.a., dass jeder Mensch zu seinen Lebzeiten entscheiden dürfen sollte, ob er als Organspender zur Verfügung steht. Fehlt im Falle seines Hirntodes ein solcher Entscheidungsnachweis (Organspenderausweis), so ist davon auszugehen, dass er nicht als Organspender zur Verfügung steht. Die Petition kann nach einer kurzen notwendigen Registrierung noch bis 03.08.11 mitgezeichnet werden!

    Zur Petition "Gesundheitswesen - Regelungen zur Organspende" vom 04.06.2011
     

  • 02.07.11: Gesundheitsministerkonferenz und Sachverständige für Entscheidungslösung bei Organspende
    In der Debatte um eine Änderung der Organspenderegelung zeichnet sich auf politischer Ebene die sogenannte Entscheidungslösung als Favorit ab. Bei der jährlichen Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am 29. und 30.06.11 in Frankfurt am Main unter dem Vorsitz des Hessischen Sozialministers Stefan Grüttner sprachen sich die Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Bundesländer einstimmig für die Entscheidungslösung aus. Auch bei einer dreistündige öffentliche Anhörung über die rechtlichen und ethischen Aspekte von Organspenden am 29.06.11 im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages sprachen sich die Sachverständigen mehrheitlich für eine Entscheidungslösung aus.

    Mehr im Themenspecial: Gesundheitsministerkonferenz und Sachverständige für Entscheidungslösung bei Organspende.
     

  • 21.06.11: Anhörung zu ethischen und rechtlichen Fragen der Organspende
    Ausschuss für Gesundheit
    Berlin: (hib/MPI) Die rechtlichen und ethischen Aspekte von Organspenden sind das Thema einer vierstündigen öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses am Mittwoch, 29. Juni, um 14 Uhr im Anhörungssaal 3.101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses.
    HIB heute im Bundestag 21.06.11
     
  • 08.06.11: Verbände sagen Ja zum Transplantationsbeauftragten
    Auf grundsätzliche Unterstützung bei Ärzte- und Patientenverbänden stößt die geplante Bestellung von Transplantationsbeauftragten in Kliniken, die Organe entnehmen. In einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses unter Vorsitz von Dr. Carola Reimann (SPD) zur geplanten Änderung des Transplantationsgesetzes (16/13740) hob Christian Dierks, Rechtsanwalt und Facharzt für Allgemeinmedizin, am Mittwoch, 8. Juni 2011, hervor, die Einsetzung von Transplantationsbeauftragten sei "überfällig".
    MITTEILUNG Deutscher Bundestag 08.06.11
     
  • 06.05.11, ergänzt am 08.06.11: Debatte um Organspenderegelung: Erster Gesetzentwurf vorgelegt - Bayern und Hessen für Widerspruchslösung
    In der Debatte um eine Änderung der derzeitigen Organspendereglung liegt mittlerweile ein erster Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur Neuregelung des Transplantationsgesetzes vor. Um die Bereitschaft zur Organspende zu erhöhen, will die Bundesregierung die Krankenhäuser dazu verpflichten, künftig mindestens einen Transplantationsbeauftragten zu bestimmen. Zudem streben Bayern und Hessen die Einführung der Widerspruchslöung an.
    Ergänzung 08.06.11: Der Gesetzentwurf wurde am 06.06.11 vom Bundeskabinett verabschiedet.

    Mehr im Themenspecial Debatte um Organspenderegelung: Erster Gesetzentwurf vorgelegt - Bayern und Hessen für Widerspruchslösung
     

  • 03.02.11: Klarstellung aus dem Vatikan: Papst Benedikt XVI. ist kein Organspender
    Bild Antwortschreiben
     
    Papst Benedikt XVI. besitzt keinen gültigen Organspendeausweis mehr. Dies hat der Privatsekretär des Papstes, Prälat Dr. Georg Gänswein, in einem Antwortschreiben auf die Anfrage eines Münchener Arztes klargestellt. "Jede Berufung auf das ungültig gewordene Dokument ist deshalb verfehlt", betonte Gänswein.

    Weiter zum ausführlichen Bericht zum Papst als Organspender

  • 21.01.11: Menschen über Bedeutung von Organspende aufklären
    Ständige Kommission Organtransplantation neu konstituiert
    PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 21.01.11
     

2010

  • 10.12.10: Film "Hirntod und Organspende - Die verschwiegene Seite" online abrufbar
    Titelbild Film
     
    Seit 10.12.10 ist auf www.kathtube.de der Film "Hirntod und Organspende - Die verschwiegene Seite" online in voller Länge abrufbar. Die Dokumentation von Silvia Matthies befasst sich kritisch mit dem Thema Hirntod und Organspende. Dabei berichten Eltern, die ihr verunglücktes Kind zur Organspende freigegeben haben, über ihre Erfahrungen. Diese machen deutlich, dass es neben der vermeintlich positiven Seite für den Organempfänger auch eine andere Seite gibt, die oft verschwiegen wird.

    Weiter zum Film "Hirntod und Organspende - Die verschwiegene Seite"
     

  • 18.09.10: Nach Steinmeiers Nierenspende - Debatte über Widerspruchslösung bzw. Zwangserklärungsregelung bei Organspenden - Teil 2, ergänzt am 20.09.10
    Ende August 2010 hat der ehemalige Außenminister und derzeitige SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier mit der Nierenspende für seine kranke Frau großen Zuspruch und Bewunderung geerntet und Bewegung in die Debatte über eine Reform des Transplantationsgesetzes gebracht. Nun gibt es erste Initaitiven aus der Politik, hin zu einer Widerspruchslösung bzw. Zwangserklärungsregelung bei Organspenden. Mehr dazu im folgenden Themenspecial.

    Weiter zum Themenspecial zur Debatte über eine Widerspruchslösung bzw. Zwangserklärungsregelung bei Organspenden - Teil 2
     

  • 06.06.10: Zum Tag der Organspende 2010 - Debatte über Widerspruchslösung - Teil 1
    Am 5. Juni fand unter dem Motto "Richtig, wichtig, lebenswichtig." der Tag der Organspende statt. Seit 28 Jahren informieren bundesweit an diesem Tag Selbsthilfeverbände, die Deutsche Stiftung Organtransplantation, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Ministerien, Gesundheitsämter und kirchliche Einrichtungen mit Veranstaltungen und Aktionen über Organspende und werben für eine Entscheidung zu Gunsten einer Organentnahme nach Feststellung des Hirntodes. Dabei ging es auch um die Frage der Einführung der sogenannten Widerspruchslösung zur Steigerung der Organspenderzahlen.

    Weiter zum Themenspecial zum Tag der Organspende 2010 - Debatte über Widerspruchslösung - Teil 1
     

  • 19.05.10: Kürzere Wartezeiten bei Organspenden
    Personen, die eine Organspende benötigen, sollen in Zukunft mit kürzeren Wartezeiten rechnen können. Die diesbezügliche EU-Richtlinie zu Qualitäts- und Sicherheitsstandards für Organtransplantationen ist am Mittwoch vom Europäischen Parlament verabschiedet worden. Die Richtlinie deckt alle Stufen von der Spende bis zur Transplantation ab und unterstützt die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten. Die Abgeordneten haben außerdem die Entschließung des Aktionsplans zu Organspenden angenommen.
    PRESSEMITTEILUNG Europäisches Parlament 19.05.10

    Europäisches Parlament: Qualitäts- und Sicherheitsstandards für zur Transplantation bestimmte menschliche Organe
    Text angenommen im Europäischen Parlament am 19. Mai 2010.
    Hier finden Sie die Entschließung, den Konsolidierten Text, diverse Anlagen und alles zum Verfahren bis zur Abstimmung.
     

  • 30.04.10: Bezahlte Organspenden werden europaweit verboten
    Strenge Qualitäts- und Sicherheitsstandards sollen Austausch mit der Europäischen Union erleichtern
    Europäisches Parlament und Ministerrat einigen sich auf Regeln zur Organspende
    PRESSEMITTEILUNG Dr. Peter Liese MdEP, EVP-ED, 30.04.10
     
  • 22.03.10: Organspenden über Grenzen hinweg sollen einfacher werden
    Gesundheitswesen
    EU-weit warten rund 60.000 Menschen auf eine Organspende, jeden Tag sterben im Schnitt 12 von ihnen, weil das benötigte Organ nicht verfügbar ist. Einheitlichere Vorschriften für Transplantationen und bessere Zusammenarbeit innerhalb der EU sowie die Überbrückung von Engpässen sollen die Situation verbessern und die Überlebenschancen der Patienten verbessern.
    PRESSEMITTEILUNG Europäisches Parlament 22.03.10
     

2009


2008

  • 25.04.08: Europäische Parlament berät über Organspende in Europa

    Derzeit berät das Europäische Parlament über Organspende in Europa. Mehr dazu in den Hintergrundberichten und in den zugehörigen Dokumenten.

    Hintergrundartikel:

    EU-Spenderausweis zum Kampf gegen Organhandel
    Da sich derzeit 40.000 Patienten in Europa auf der Warteliste für eine Organtransplantation befinden, hat das Europäische Parlament die Idee der Kommission unterstützt, einen EU-Organspenderausweis einzuführen um so die bestehenden nationalen Systeme zu ergänzen und dem starken Mangel an Organen Abhilfe zu schaffen.
    EURACTIV.COM 24.04.08

    Organmangel, Transplantationsrisiken und Organhandel bekämpfen
    Für das Europäische Parlament ist die Reduzierung des Organmangels "die größte Herausforderung an die EU-Mitgliedstaaten im Bereich Organtransplantation". Die Abgeordneten schlagen u.a. die Einführung eines europäischen Organspendeausweises, die gemeinsame Nutzung eines Organpools sowie die Einrichtung einer Transplantations-„Hotline“ vor.
    PRESSEMITTEILUNG Europäische Parlament 22.04.08

    Europaabgeordnete: „Kommerzialisierung von Organspenden vermeiden“
    Straßburg – Das Europäische Parlament (EP) hat sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, die Bereitstellung von Spenderorganen in der Europäischen Union (EU) zu fördern und Mindeststandards für die Qualität und Sicherheit von Organstransplantationen zu erlassen.
    DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 22.04.08

    Leben retten durch einheitliche Gesetze
    Organspenden in Europa
    Von Alois Berger
    DEUTSCHLANDFUNK 21.04.08

    Dokumente zum Thema:

    Organspende und -transplantation: Maßnahmen auf EU-Ebene
    Entschließung des Europäischen Parlaments vom 22. April 2008 zu Organspende und -transplantation: Maßnahmen auf EU-Ebene (2007/2210)(INI))

    Bericht über Organspende und -transplantation: Maßnahmen auf EU-Ebene (2007/2210)(INI))
    Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit
    Berichterstatter: Adamos Adamou
    A6-0090/2008, 01.04.08
     


2007

  • 10.03.07, ergänzt am 10.08.07: Umstrittenes Gewebegesetz zum 01.08.07 in Kraft getreten

    Seit Oktober 2006 gab es einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Gewebegesetz, das eine EU-Richtlinie in nationales Recht übertragen soll. Dieser Entwurf wurde heftig kritisiert, da hierdurch von verschiedenen Seiten eine Kommerzialisierung der Organspende befürchtet wird. Nach zahlreichen Änderungen, Anhörungen und Debatten wurde das umstrittene Gewebegesetz schließlich von Bundestag und Bundesrat verabschiedet und trat zum 01.08.07 in Kraft.

    In einem umfangreichen Themenspecial haben wir einen ausführlichen Pressespiegel zum Verlauf der Debatte sowie diverse Dokumente und Texte zusammengestellt, die weiter ergänzt werden.

    Zum Themenspecial zum Gewebegesetz ...
     

  • 27.04.07, ergänzt am 30.04.07: Ethikrat-Stellungnahme zur Organspende - Breite Kritik

    Am 24.04.07 veröffentlichte der Nationale Ethikrat seine Stellungnahme "Die Zahl der Organspenden erhöhen - Zu einem drängenden Problem der Transplantationsmedizin in Deutschland" und löste damit kurz vor seiner Auflösung noch einmal eine heftige Debatte aus. Wir haben dazu ein umfangreiches Themenspecial mit Pressespiegel zusammengestellt.

    Zum Themenspecial zur Ethikrat-Stellungnahme zur Organspende...
     

  • 25.02.07: Infoportal zur Organspende in neuem Design
    Am 25.02.07 wurde die neugestaltete und überarbeitete Version dieses Infoportals zur Organspende freigeschaltet. Damit wird das Layout von www.organspende-aufklaerung.de unseren anderen Themenportalen zur Sterbehilfedebatte und zur Bioethik-Konvention des Europarates angepaßt. Ab sofort bieten wir Ihnen damit eine bessere Strukturierung und Übersichtlichkeit zum Themenkomplex Organspende, Transplantation, Hirntod, Organhandel, Lebendespende und Xenotransplantation. Viel Spaß beim Stöbern auf unseren Seiten!
     

2006

  • 01.06.06: Tag der Organspende am 3. Juni: Kritiker fordern umfassende und ehrliche Aufklärung über Organspend
    Anlässlich des Tags der Organspende am 3. Juni haben die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland, die Initiative "Kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO" und die "Informationsstelle Transplantation und Organspende" Pressemitteilungen herausgegeben, in denen Kritik an der Informationspolitik über Organspende, an der Hirntoddiagnostik und an der Organentnahme geübt wurde.

    Nachfolgend die 3 Pressemitteilungen, frei zur Veröffentlichung:

    Tag der Organspende: Kritiker fordern umfassende und ehrliche Aufklärung über Organspend
    München - Anlässlich des Tags der Organspende am 3. Juni hat die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland die bisherige Praxis der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kritisiert und eine offene, unvoreingenommene und umfassende Aufklärung über die Vorgänge bei einer Organentnahme gefordert.
    PRESSEMITTEILUNG InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland 01.06.06

    Die Kehrseite der Organspende - zum Tag der Organspende am 3. Juni
    Bad Bodendorf - Beim Werben um Organspende sind die Empfänger im Blickpunkt, denn ihnen soll mit einem fremden Organ geholfen werden. Dabei gerät die Spenderseite aus dem Blickfeld. Die Initiative "Kritische Aufklärung über Organtransplantation" - KAO - möchte deshalb gerade am "Tag der Organspende" am 3. Juni das Augenmerk auf die Spender und ihre Angehörigen richten.
    PRESSEMITTEILUNG Initiative Kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO, 31.05.06

    Tag der Organspende: Hirntoddiagnostik in der Kritik
    Hamburg - Die Diagnose "Hirntod" wird als die wahrscheinlich sicherste Diagnose in der Medizin postuliert und deshalb wurde sie im Transplantationsgesetz als Entnahmekriterium festgelegt. Doch Studien belegen, dass der Hirntod nicht selten falsch diagnostiziert wird und Ärzte den sogenannten Hirntod nicht exakt nach den Richtlinien der Bundesärztekammer feststellen
    PRESSEMITTEILUNG Informationsstelle Transplantation und Organspende 01.06.06


2005

  • 07.08.05: Dokumentation der Podiumsdiskussion "Behütetes Sterben und Organspende, vereinbar oder nicht?"
    Logo KAODie Diskussionsveranstaltung der Initiative Kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO am 26.05.2005 auf dem Kirchentag in Hannover ist von sehr vielen Kirchentagsbesuchern mit großem Interesse aufgenommen worden. Um denjenigen, die das Podium nicht direkt miterleben konnten, auch die vermittelten Informationen zugänglich zu machen, stellt KAO eine Aufzeichnung des Podiums als Doppel-CD zum Runterladen im MP3-Format zur Verfügung.

    Weiter zur Übersicht zum Download der Podiumsdiskussion....
     

  • 05.03.05: Enquete-Kommissionsveranstaltung "Organisation der postmortalen Organspende in Deutschland"
    Am 14.03.05 führt die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" des Bundestages eine Öffentliche Anhörung zum Thema "Organisation der postmortalen Organspende in Deutschland" durch. Hier finden Sie alle weiteren Informationen zur Anhörung mit Fragenkatalog und Expertenliste.
     

2004

  • 05.06.04: Neues Infoportal zur Organspende online
    Das neue Gemeinschaftportal der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland unter www.organspendekampagne.de rund um die Themen Organspende, Transplantationsmedizin, Hirntod, Lebendspende, Xenotransplantation etc. geht online. Damit wollen wir ein Gegengewicht schaffen zur laufenden Organspende-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und dazu anregen, sich kritisch mit den anderen Seiten der Transplantionsmedizin auseinanderzusetzen. Mehr dazu in der Einführung auf der Startseite.

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